Glatte Beine mit der Gesundheit bezahlen: Lass auf keinen Fall Laien an Deine Härchen!

Hässliche Folgen: Verlust der Hautfarbe bei Pfuscherei Nicht so schön! Schachbrettmuster der Haut für Jahre

Glatte Beine mit der Gesundheit bezahlen: Lass auf keinen Fall Laien an Deine Härchen!

Die Dermatologen schlagen Alarm: Sie sehen Konsumenten durch die Anwendungen von dauerhaften Haarentfernungen durch Laien oft in massiver Gefahr. Licht- und Laserenthaarung sind bereits gängige Methoden. Durch Gesetzeslücken versuchen sich nun immer mehr "Laien-Behandler" zu etablieren.Bei unsachgemäßer Behandlung Hautkrebs unerkannt

"Die Nebenwirkungen bestehen akut in Verbrennungen, teilweise mit Vernarbungen und Verlust der Hautfarbe. Abhängig von der Behandlung entsteht ein Schachbrettmuster auf Jahre", erklärt eder Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie, Dr. Matthias Sandhofer.

Hautkrebs bleibt unerkannt
Langfristig könnte auch Hautkrebs durch unbewusste Mitbehandlung unerkannt bleiben. Sonnenausgelöste Pigmentflecke und Muttermale könnten vom Laien nicht beurteilt werden. Hier verstecken sich in bis zu 15 Prozent bösartige Veränderungen. "Auch vorher unkomplizierte Hauterscheinungen sind für den Fachmann unterm Mikroskop dann als so genannte Pseudomelanome sichtbar", bestätigt der deutsche Laser-Medizin-Experte Dr. Reinhard Gansel.

"Durch unsachgemäße Behandlung können diese Veränderungen übersehen und in der Folge verstärkt werden. Auch bei der häufig angebotenen Enthaarungsbehandlung werden immer Hautpigmente miterfasst, und Frauen, die unter hormonellen Störungen leiden, werden später vom Arzt nicht mehr leicht diagnostiziert", so Gansel.

Den Laien Einhalt gebieten
In Dänemark wurde die Laienbehandlung von unerwünschtem Haarwuchs bereits per Gesetz verboten. "Wir empfehlen auch jenen Konsumenten, die sich bereits von Laien epilieren haben lassen, sich von Dermatologen kontrollieren zu lassen", so Sandhofer. (apa/red)