Glanzvolle Laureus-Wahl: Schweizer Roger Federer wieder Weltsportler des Jahres

Bei den Damen siegt erneut Ski-Ass Janica Kostelic Renault von Jury zur Mannschaft des Jahres gewählt<br>KLICKEN: Die gefeierten Sieger und alle Nominierten

Tennis-Star Roger Federer ist auf den Spuren von Michael Schumacher und Tiger Woods zum zweiten Mal Weltsportler des Jahres geworden. Als Erster nach dem Golfprofi aus den USA, der die beiden ersten "Laureus Sport Awards" bekommen hat, wiederholte der Schweizer den Gewinn der begehrten Auszeichnung. "Das ist eine herrliche Sache. Ich freue mich riesig darüber", sagte er am Montag bei der Gala in Barcelona, zu der auch Spaniens König Juan Carlos I. gekommen war.

In einer Reihe zu stehen mit Woods und dem siebenfachen Formel-1-Weltmeister, der den seit 2000 von DaimlerChrysler und Richemont ausgelobten Preis für die Leistungen in den Jahren 2001 und 2003 gewonnen hat, mache ihn stolz: "Größer geht es wohl nicht." Weltsportlerin des Jahres wurde die kroatische Skirennläuferin Janica Kostelic, die nach ihrem vierten Gold in Turin nun insgesamt mehr olympische Medaillen geholt hat als jede andere Alpin-Dame. Mannschaft des Jahres wurde das Formel-1-Team von Renault, das die Konstrukteurs-WM gewann und im Spanier Fernando Alonso auch den Weltmeister stellte.

Die Stars des Tennissports waren bei der siebenten Auflage des in insgesamt zehn Kategorien vergeben "Laureus" die großen Gewinner. Martina Hingis, die am Sonntag das Turnier in Rom gewonnen hatte und wie Federer aus der Schweiz stammt, wurde für das Comeback des Jahres ausgezeichnet. Im Spanier Rafael Nadal, der sich mit Federer auf Sand seit Wochen begeisternde Duelle liefert, sah die Jury aus 42 früheren Weltklassesportlern den besten Newcomer.

Knapp drei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft durfte sich die niederländische Kicker-Legende Johan Cruyff über eine besondere Ehre freuen. Die Laureus-Akademie zeichnete den Vizeweltmeister von 1974 und langjährigen Trainer des FC Barcelona für sein Lebenswerk aus. Motorrad-Rennfahrer Valentino Rossi aus Italien, der zum fünften Mal in Serie Weltmeister geworden ist, wurde für seinen Sportsgeist belohnt.

Nach all dem Jubel für die Preisträger wurde es schließlich ganz still im Saal, als der Preis für den Alternativ-Sportler des Jahres vergeben wurde. Drachenflug-Pionier Angelo d'Arrigio ist vor zwei Monaten mit seinem Hang-Glider tödlich verunglückt. Als "menschlicher Condor" war der Italiener zu Berühmtheit gelangt, nachdem er in Begleitung von Condor-Vögeln die Anden überquert hatte.

(apa)