Gigantisches Rettungspaket für den Euro:
EU fixiert einen 750 Milliarden-Notfallfonds

Union und Währungsfonds teilen sich Mega-Summe 10. Mai: Österreich haftet mit 12 bis 13 Mrd. Euro<br>Eurokurs legt nach Rettungsmaßnahme kräftig zu

Gigantisches Rettungspaket für den Euro:
EU fixiert einen 750 Milliarden-Notfallfonds © Bild: APA/dpa/HILDENBRAND

Die EU beschließt am 10. Mai in einer bisher beispiellosen Aktion einen 750 Milliarden Euro schweren Rettungsschirm, um die Gemeinschaftswährung vor Spekulationsangriffen auf den Finanzmärkten zu schützen. Zwei Drittel der Summe werden von der EU aufgebracht, ein Drittel vom Internationalen Währungsfonds. Im November nimmt ihn Irland als erstes EU-Land in Anspruch. Weitere Kandidaten (Spanien, Italien, Portugal) könnten folgen.

Rechtsgrundlage für den Rettungsschirm ist Artikel 122 Absatz 2 des EU-Vertrags. Dieser sehe eine finanzielle Unterstützung der Mitgliedstaaten vor, die aufgrund außergewöhnlicher Umstände Schwierigkeiten bekommen.

IWF-Chef Strauss-Kahn begrüßte das Hilfspaket. "Das sind starke Maßnahmen, die helfen werden, die Stabilität der globalen Wirtschaft und der Finanzmärkte zu sichern", so Strauss-Kahn. Unterstützung für das EU-Rettungspaket kam auch von der Gruppe der 20 bedeutendsten Volkswirtschaften der Welt.

(apa/red)