Gigantischer Sauger soll Ölproblem lösen:
Schiff kann ölverseuchtes Wasser reinigen

Gefährt wurde eigens für Ölkatastrophe ausgerüstet Bislang 530 Millionen Liter Öl sind ins Meer geflossen

Gigantischer Sauger soll Ölproblem lösen:
Schiff kann ölverseuchtes Wasser reinigen © Bild: APA/EPA/Ferrari

Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko wird jetzt ein gigantischer Ölaufsauger getestet. Das einer taiwanesischen Firma gehörende Schiff soll, wenn alles gut geht, bis zu 80 Millionen Tonnen mit ölverseuchtes Wasser täglich aufnehmen. Ein Sprecher des taiwanesischen Unternehmens TMT Group bestätigte, dass die Tests mit dem umgebauten Öltanker nun begannen. Sie sollen nach Angaben der US-Küstenwacht 48 Stunden dauern.

Das Schiff - mehr als drei Fußballfelder lang und etwa zehn Stockwerke hoch - hat auf jeder Seite zwölf Öffnungen, die das ölige Wasser aufsaugen und sauberes wieder ausspeien. Der Gigant sei extra wegen der Ölpest umgerüstet worden, heißt es in einer Mitteilung der TMT Group. "Eine große Katastrophe braucht eine große Lösung", sagte der Firmengründer Nobu Su. Jedoch sei das Schiff zu diesem Zweck zuvor nie getestet worden.

Das Schiff wurde erst nach der Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April umgebaut. Nach Schätzungen der US-Regierung liefen bisher 530 Millionen Liter Öl ins Meer. Die Ölpest ist damit die schlimmste im Golf aller Zeiten.
(apa/red)