Gift-Alarm von

Hausmannskost aus Fernost

Antibiotika, Pestizide und Arsen - Zwei Experten sagen, was beim Einkaufen hilft

Hausmannskost aus Fernost: So viel Grusel-China steckt in unserem Essen. © Bild: Corbis

Haben Sie Appetit auf Maden, Antibiotika oder Arsen? Immer mehr Produkte in Österreichs Supermärkten stammen aus China. Doch die dortige Obst- und Gemüseproduktion ist weit entfernt von europäischen Standard. NEWS zeigt, wie man China aus der Küche sperrt.

88 Prozent der Österreicher wünschen sich naturbelassene Lebensmittel. Der China-Import ist das Gegenteil davon. Mit ein paar Tipps und etwas mehr investierter Zeit machen Sie künftig einen Bogen um die Kost aus Fernost.

Regional einkaufen!

„Kaufen Sie so viel wie möglich frisch ein, und bevorzugen Sie den Bäcker oder Fleischer ums Eck“, rät Barbara van Melle von Slow Food Austria, „das ist nicht unbedingt teurer, aber gesünder. Lassen Sie die Finger von Fertigessen, wenn Sie mehr als drei Zutaten auf der Verpackung nicht kennen.“

Durchblick im Label-Wirrwarr

Die EU hat zwei Siegel in Umlauf gebracht, die über die Herkunft von Produkten Auskunft geben. Bei der „geschützten Ursprungsbezeichnung“ (rotes Siegel) haben Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung in einem bestimmten, genau gekennzeichneten Gebiet zu erfolgen. Bei der „geschützten geografischen Angabe“ (blaues Siegel) muss zumindest einer der drei Schritte in der angegebenen Region stattfinden. Beide Siegel werden streng überprüft.

Was uns AMA sagt

Was Fleisch und Fisch anbelangt, bürgt das AMA-Gütesiegel für österreichische Herkunft. Schwerer fällt dies schon beim Joghurt, wo die Milch zwar zu 100 Prozent heimisch ist, aber bis zu einem Drittel der Früchte aus anderen Ländern stammen dürfen. Wer zu Produkten mit dem Bio- Siegel greift, hat die regionale Herkunft komplett garantiert.

Druck auf die Politik

Thilo Bode leitet die deutsche Verbraucherschutzorganisation Foodwatch und steigt der Industrie in seinem Buch „Die Essensfälscher“ ordentlich auf die Zehen. Er deckt etwa auf, dass Hersteller und Erzeuger nicht das Gleiche sind. Ersteres bezeichnet meist nur den Ort der Endabpackung, entscheidend ist der Erzeuger. Letztlich ist aber Druck auf die Politik nötig, damit diese eine verpflichtende Herkunftsangabe für die einzelnen Zutaten bei weiterverarbeiteten Lebensmitteln einführt.

www.marktcheck.at

Auf dieser Seite von Greenpeace lässt sich gratis die Herkunft von über 3.000 Produkten überprüfen. Wer auf Nummer sicher gehen will, checkt hier häufig Gekauftes.

Wie viel Grusel-China schon in unserem Essen steckt, lesen Sie im aktuellen NEWS 50/12!

Kommentare

Lioudmila Nemtseva

Eben, wie kann man feststellen, ob im Joghurt keine Früchte aus China stecken? Andere Frage, ob das, was in Medien über China geschrieben wird, der Wahrheit entspricht. Man hört nur China = Gift. Vielleicht ist das nur ein Kampf gegen die Globalisierung?

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