Gewerkschaft fordert "Sozialmilliarde": Finanzierung durch Vermögenssteuer?

Katzian: Bis zu fünf Milliarden Euro würden so lukriert GPA-Vorsitzender für "mehr Verteilungsgerechtigkeit"

Gewerkschaft fordert "Sozialmilliarde": Finanzierung durch Vermögenssteuer? © Bild: APA

Eine "Sozialmilliarde" zur Unterstützung der Beschäftigten in Gesundheits- und Sozialberufen hat die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Jorunalismus, Papier (GPA-djp) gefordert. Die Finanzierung dieser Maßnahmen könnte durch die verstärkte Besteuerung von Vermögen erfolgen, regte der Vorsitzende der GPA-djp, Wolfgang Katzian.

"Erste Zielsetzung der Sozialmilliarde wäre es, die Institutionen zu stärken", so Katzian. Er möchte nicht hören, dass hierfür kein Geld vorhanden wäre. Denn als es darum ging, die Bankenlandschaft zu sichern, wäre sehr wohl Geld vorhanden gewesen, stellte der Gewerkschaftsvorsitzende fest. Sollte ein drittes Konjunkturpaket angedacht werden - wovon Katzian ausgeht - dürfe auf den sozialen Bereich nicht vergessen werden. Er plädierte für "mehr Verteilungsgerechtigkeit, als dies in der Vergangenheit der Fall war". Weiters würde sich am Ende der Krise außerdem die Frage stellen "Wer zahlt das alles?": "Was wir nicht wollen ist, dass die Arbeitnehmer, die für die Krise nichts können, ein weiteres Mal dafür die Zeche zahlen müssen."

Auch Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft vida, gab zu bedenken: "Die Politiker heute sollten daran denken, dass sie die Klienten von morgen oder übermorgen sind." Er sprach sich ebenfalls für eine steuerfinanzierten Sozialfonds aus. Laut Experten könnten durch eine "gerechte Vermögensbesteuerung" bis zu fünf Milliarden Euro lukriert werden, so Kaske.

(apa/red)