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Schlichtung bei Lufthansa-Tochter Eurowings gescheitert

Vorerst keine Stellungnahme der Airline

Die seit April laufende Schlichtung im Tarifkonflikt bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings ist nach Angaben der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO gescheitert.

Die Geschäftsleitung von Eurowings habe keine Lösung erarbeitet, teilte UFO am Mittwoch mit. Grund dafür sei die Insolvenz des Lufthansa-Rivalen Air Berlin, durch die der Konzern billig an Flugzeuge und Personal kommen könne.

"Mit dieser neuen Situation sind flächendeckende Arbeitskämpfe zu erwarten", kündigte die Gewerkschaft an. Als Schlichter hatte der ehemalige Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, fungiert. Von Eurowings war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der Tarifstreit bei Eurowings köchelt bereits seit drei Jahren. Im Kern geht es um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der 400 Eurowings-Flugbegleiter in Deutschland. Lufthansa will mit ihrer Billigtochter den Rivalen Ryanair und Easyjet mehr Konkurrenz machen und verhandelt derzeit über eine Übernahme von Teilen der insolventen Air Berlin.

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