Gewerbe und Handwerk

Kampf gegen Lohn-
und Sozialdumping

Stopp des illegalen Wettbewerbs durch ausländische Betriebe in Österreich

Kontrolle durch die Finanzpolizei in Drasenhofen
© Bild: Sepa.Media KG/Josef Bollwein

Die EU-Entsenderichtlinie ist in aller Munde und damit der Kampf gegen "Lohn- und Sozialdumping": Denn jene Betriebe, die nach Österreich hereinarbeiten, unterbieten oftmals mit Dumpinglöhnen die heimischen Mitbewerber. Besonders betroffen ist der Bau.

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Bei einer Schwerpunktaktion der Finanzpolizei letzte Woche in Drasenhofen kontrollierten 88 Mann 130 Betriebe. Das Ergebnis: 50 Anzeigen. WK-NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster und Wolfgang Ecker, Obmann Gewerbe und Handwerk NÖ, betonen: "Es geht uns um Fairness. Denn der Schaden für unsere Betriebe ist enorm!"

Kontrolle durch die Finanzpolizei in Drasenhofen
© Sepa.Media KG/Josef Bollwein Sonja Zwazl, Wilfried Lehner, Renate Scheichelbauer-Schuster und Wolfgang Ecker

"Im Fokus der Interessen des heimischen Gewerbe und Handwerks, dessen Betriebe von illegaler ausländischer Konkurrenz hauptbetroffen sind, stehen daher systematische Schwerpunktkontrollen, speziell in den Grenzgebieten und Ballungszentren, vor allem auch an den Wochenenden. Wir wollen auf Grundlage der geltenden Regelungen einen fairen Wettbewerb", betonte Renate Scheichelbauer-Schuster.

Kontrolle durch die Finanzpolizei in Drasenhofen
© Sepa.Media KG/Josef Bollwein Die Finanzpolizei kontrolliert

"Die Forderung nach einer Einschränkung der Personen-Freizügigkeit in der EU ist vor diesem Hintergrund kontraproduktiv, da sie das Übel nicht an der Wurzel trifft. Ja zur Durchsetzung heimischer Lohnstandards. Nein zu einem Rückschritt am europäischen Binnenmarkt, der unseren Betrieben schadet", so die Sparten-Obfrau.

Kontrolle durch die Finanzpolizei in Drasenhofen
© Sepa.Media KG/Josef Bollwein

Tatsache ist, dass inländische Unternehmen flächendeckend vom Lohn- und Sozialdumping-Gesetz erfasst sind, die Durchsetzung der gesetzlichen Lohnstandards gegenüber ausländischen Unternehmen in der Praxis aber mangelhaft ist. Bei dieser Ungleichbehandlung müssten nun endlich Politik und Kontrollbehörden ansetzen. Nur so können die inländischen Arbeitsplätze gehalten bzw. in Zukunft ausgebaut und damit die Arbeitslosigkeit spürbar reduziert werden.

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