Gewaltwelle in Kenia geht weiter: Erneut Oppositionspolitiker im Rift-Tal erschossen!

Polizeibeamte als mutmaßlicher Täter festgenommen Kenia bisher Pfeiler der Stabilität am Horn von Afrika

Gewaltwelle in Kenia geht weiter: Erneut Oppositionspolitiker im Rift-Tal erschossen! © Bild: Reuters/Andrews

In Kenia ist erneut ein Politiker der Oppositionspartei ODM getötet worden. Ein Polizeisprecher teilte mit, der Parlamentsabgeordnete David Too habe zusammen mit einer Polizeibeamtin ein Hotel in der Stadt Eldoret im zentralkenianischen Rift Valley verlassen, als die tödlichen Schüsse fielen.

Als mutmaßlicher Täter wurde ein Polizeibeamter festgenommen. Die Krise in Kenia überschattete auch den Gipfel der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba.

Too ist der zweite Abgeordnete der Opposition, der innerhalb weniger Tage ermordet wurde. Erst vor kuzrem war der Parlamentarier Melitus Mugabe Were erschossen worden. Oppositionsführer Raila Odinga nannte die Attentate in einer ersten Stellungnahme Teil eines Plans, die Zahl der Oppositionellen im Parlament zu dezimieren. Seine politischen Gegner seien in den "brutalen Mord" verwickelt. Die ODM hat 99 von 210 Abgeordnetenmandaten im Parlament in Nairobi.

Blutige Unruhen
Seit den Präsidentenwahlen am 27. Dezember und dem umstrittenen Wahlsieg von Amtsinhaber Mwai Kibaki wird Kenia von blutigen Unruhen erschüttert. In den vergangenen Wochen sind bereits mehr als 850 Menschen getötet worden.

Zu Beginn des dreitägigen Treffens der AU-Staatschefs in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba rief der AU-Vorsitzende Alpha Oumar Konare die panafrikanische Organisation auf, an der Lösung des Konflikts mitzuwirken. "Wenn Kenia brennt, wird nichts für die Zukunft übrig bleiben", mahnte Konare. Kenia galt bisher als Pfeiler der Stabilität in der von Unruhen und Krisen erschütterten Region am Horn von Afrika.(apa/red)