Gewaltspirale im Irak dreht sich weiter: Zahlreiche Tote nach neuen Anschlägen

Mehrere Bomben in Hauptstadt Bagdad gezündet Zwei irakische Journalisten wurden tot aufgefunden

Überfälle und Bombenanschläge haben am Dienstag in Bagdad mindestens 23 Menschen das Leben gekostet. Betroffen war das Zentrum der irakischen Hauptstadt, wo sich die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten weiter verschärfen und möglicherweise auf einen Bürgerkrieg zutreiben.

In der Nähe des irakischen Innenministeriums explodierten in kurzer Folge drei Bomben. Dabei wurden nach Polizeiangaben zehn Menschen getötet und acht verletzt. Außerdem wurden auf dem Shurya-Markt zwei Bomben gezündet, die am Straßenrand versteckt waren. Zehn Menschen kamen nach Polizeiangaben ums Leben, 50 wurden verletzt. Bei einem Banküberfall im Bezirk Asamiyah wurden drei Menschen erschossen. Die Täter entkamen mit ihrer Beute in unbekannter Höhe. In Tikrit nördlich der Hauptstadt wurde ein Polizist bei einem Bombenanschlag getötet. Ein US-Soldat erlag seinen Verletzungen, wie die Streitkräfte erklärten.

In Bagdad wurden nach Polizeiangaben vom Dienstag die Leichen von zwei irakischen Journalisten gefunden. Der 28-jährige Mohammed Abbas Hammad wurde erschossen, als er am Montag sein Haus im Westen der Hauptstadt verließ, wie ein Polizeisprecher erklärte. Er arbeitete für die schiitische Zeitung "Al Bayinnah Al Jadida". Am Montagabend fand die Polizei die Leiche des vor zwei Wochen verschleppten Ismail Amin Ali. Der 30-Jährige arbeitete als freier Mitarbeiter für mehrere Zeitungen im Land. Er wurde nach Polizeiangaben vor seinem Tod gefoltert. (apa/red)