Gewaltspirale im Irak dreht sich weiter: Wieder über 20 Tote nach Anschlägen

13 Menschen sterben allein bei Attentat in Bagdad

Einen Tag nach der Einsetzung einer neuen Regierung der nationalen Einheit sind bei neuer Gewalt im Irak mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 60 verletzt worden. Der schwerste Anschlag ereignete sich am Sonntag im Stadtzentrum, wo eine Bombe vor einem Restaurant explodierte. Bei dem Selbstattentat im Bagdader Stadtviertel Karrada starben nach Angaben aus dem Innenministerium 13 Menschen, 18 weitere wurden verletzt. Zunächst war von vier Toten und fünf Verletzten die Rede gewesen.

Die Explosion eines Sprengsatzes auf einem Straßenmarkt nahe der Moschee El Samarrai im östlich gelegenen Viertel Djedida endete für drei Zivilisten tödlich. 22 Menschen wurden verletzt, verlautete aus einer Polizeiquelle. Das Kabinett von Ministerpräsident Nuri al-Maliki sollte noch am selben Tag zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen.

In Tikrit 180 Kilometer nördlich der Hauptstadt wurden laut Polizei zwei Brüder, die für ein Sicherheitsunternehmen arbeiteten, auf einer Straße von Bewaffneten erschossen. Bei weiteren Anschlägen in Bagdad und El Madajen starben zwei Menschen, 20 weitere erlitten Verletzungen. In der für die Schiiten heiligen Stadt Najaf 160 Kilometer südlich von Bagdad wurden die Leichen von zwei Frauen entdeckt, denen die Kehle durchschnitten worden war.

(apa)