Gewaltausbrüche bei Demo befürchtet:
Genf verbietet im Vorfeld Aufmärsche

Bedingungen für friedlichen Ablauf nicht erfüllt Bündnisse rufen im Internet aber weiterhin auf

Gewaltausbrüche bei Demo befürchtet:
Genf verbietet im Vorfeld Aufmärsche © Bild: APA/EPA/Markus Stuecklin

Der Schweizer Kanton Genf setzt auf eine harte Linie gegen die Demonstrationen. Die geplanten Aufmärsche gegen das Weltwirtschaftsforum in Davos sind - nach langwierigen Verhandlungen - geplatzt. Die Bedingungen für einen friedlichen Ablauf seien nicht gegeben, erklärte der Staatsrat. Die Organisatoren lassen sich jedoch nicht einschüchtern: Im Internet wird von verschiednen Kräften weiter mobilisiert.

Die SVP und Genfer Geschäftsleute hatten bereits in den letzten Tagen befürchtet, dass sich am 31. Januar wüste Szenen abspielen würden. Wiederholt hatte die Genfer Bürgerbewegung deshalb ein Demonstrationsverbot verlangt, während die FDP bisher von den Organisatoren lediglich Zugeständnisse verlangte.

Demonstranten nicht eingeschüchtert
Leonardo Schmid, Sekretär der Partei der Arbeit, die zu den Mitorganisatoren der geplanten Demonstration gehört, sagte man werde mit dem Genfer Staatsrat nach einer Lösung suchen, damit die Demonstration trotzdem stattfinden könne.

Gleichzeitig wird im Internet weiter mobilisiert. Auf der linken Medienplattform indymedia.org gibt es Aufrufe sowohl zu Demonstrationen in Genf als auch vor Ort in Davos. Die Autonomie Szene ist mobilisiert und scheint auf dezentrale Aktionen zu setzen.
(apa/red)