Gewalt in Schulen in Vorarlberg am größten:
Lehrer wöchentlich mit Vorfall konfrontiert

Salzburger Pädagogen wünschen sich härtere Strafen Kärntner plädieren am wenigsten für Bestrafung

Gewalt in Schulen in Vorarlberg am größten:
Lehrer wöchentlich mit Vorfall konfrontiert © Bild: APA/DPA/Führer

Gewalt an Schulen wird von Lehrern, Eltern und Schülern in ganz Österreich immer stärker wahrgenommen, besonders betroffen davon sind Jugendliche und Erwachsene in Vorarlberg. Laut einer aktuellen Umfrage des Vereins Neustart mit 11.000 Teilnehmern werden Gewaltprobleme im westlichsten Bundesland von 89 Prozent als sehr groß bzw. groß eingestuft.

Im Nachbarbundesland Tirol orteten österreichweit die wenigsten (63 Prozent) Schwierigkeiten. In der Bundeshauptstadt Wien sind es zum Vergleich 79 Prozent der Lehrer, Schüler und Eltern, die von Gewaltproblemen berichteten. 46 Prozent der Pädagogen in Vorarlberg sehen sich mindestens wöchentlich mit einem Vorfall konfrontiert, in Tirol sind es elf Prozent. Unterschiede zwischen ländlichem und städtischen Raum sind laut dem Verein, der sich mit Täter- und Opferarbeit beschäftigt, kaum feststellbar.

Hart durchgreifen
Härtere Strafen wünschen sich vor allem die Salzburger Lehrer (24 Prozent) und Eltern (20 Prozent). Auch hier erreicht Tirol mit einem Anteil von elf Prozent bei den Pädagogen den niedrigsten Wert. Väter und Mütter in Kärnten (elf Prozent) plädierten am wenigsten für eine strengere Bestrafung, in Wien waren es 16 Prozent.

Als beste Lösung erachten Erwachsene und Schüler Präventionsarbeit zur Vorbeugung von Gewalt und Kriminalität (80 Prozent). Die Zufriedenheit mit bisherigen Angeboten hält sich vor allem bei den Wiener Eltern (sieben Prozent) in Grenzen, am besten beurteilten die derzeitigen Möglichkeiten die Lehrer in Salzburg (27 Prozent zufrieden). (apa/red)