Gesundheitsakte von

Keine Angst vor ELGA

Umfrage: 81 Prozent der Befragten wollen Ärzten Einblick in intime Daten gewähren

Gesundheitsakte - Keine Angst vor ELGA © Bild: APA/Hochmuth

Die Österreicher haben keine Angst vor dem "gläsernen Patienten". Das besagt jedenfalls eine Umfrage des Kommunikationsunternehmens "Oekonsult" zur Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA). 81 Prozent sprechen sich dafür aus, ausgesuchten Ärzten einen Einblick in die persönlichen Daten zu geben. 19 Prozent bezeichnen das Informationssystem hingegen als "gefährlich und unverantwortlich".

Laut Umfrageergebnis teilt die Bevölkerung somit die Befürchtungen der Österreichischen Ärztekammer nicht. Diese kritisiert vor allem den fehlenden Datenschutz, die hohen Kosten, den Mehraufwand und das noch unausgereifte System.

Unnötige Doppelbefunde
Insgesamt wurden 1.231 Personen im Alter von 15 bis 81 Jahren befragt. Drei Viertel gaben dabei an, dass Doppelbefunde keine
Seltenheit seien. Besonders dann, wenn verschiedene Ärzte im Spiel sind. Das soll laut Gesundheitsministerium durch ELGA anders werden. Nur 1 Prozent der Befragten hat laut Auswertung von Doppelbefunden überhaupt keine Kenntnis. Auch halten 82 Prozent eine Prüfung auf Wechselwirkungen für notwendig.

Kein Zwang
Allerdings sprechen sich 86 Prozent dagegen aus ELGA für jedermann zwangsverpflichtend einzuführen. Auch die Selbstbestimmung ist für den Großteil wichtig. 69 Prozent wollen jederzeit und ohne großen Aufwand selbst den Überblick behalten, wer auf die intimen Gesundheitsdaten zugreifen kann. Angst davor ein "gläserner Patient" zu werden hat jedoch nur eine Minderheit. 70 Prozent gaben an, sie hätten keine oder nur wenig Befürchtungen.

Die Umfrage offenbart auch mangelndes Wissen über die E-Card. So haben nur 15 Prozent gewusst, dass sich keine Gesundheitsdaten auf der Karte befinden.

Kommentare

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ELGA Solch unqualifizierte Umfragen zur Meinungsbildung sind wieder typisch. Mich würde interessieren ob die Befragten auch wirklich verstanden haben worum es geht und warum hier (Anm. nach letztem Wissenstand:) EUR 30.000.0000,-- an Steuergeldern (so siehts doch gleich nach mehr aus als wenn man nur Millionen schreibt ...) für ein Projekt in den Sand gesetzt werden soll welches doch in den meisten Krankenanstalten schon längst funktioniert und finanziert ist. Aber Studien zu verfassen ... ist ja auch eine Art und Weise um an Steuergeld zu gelangen ...

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Re: ELGA http://www.oekonsult.eu/eHEALTH2012.pdf --> der Link zur Studie ... man betrachte die Fragestellung in der Studie die schon dazu verleitet eine entsprechende Antwort zu liefern um die Studie zu schönen ...

Wenn jemand z.B. eine Krankheit hat, auf Grund derer er diskriminiert werden könnte, dann lehne ich diese gläserne Datenbank ab. Wenn jede Krankenschwester darauf Zugriff hat und in einer Kleinstadt ausplaudert, was sie da über XY gelesen hat, dann ist das sicher nicht angenehm für den Betroffenen.

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ÄRZTE DAGEGEN? Kein Wunder. Nachdem ich alle Befunde, die der Hausarzt vorgeschrieben hat besorgte, mit diesen zum Spezialisten ging, war der der Meinung, dass wir alles nochmals machen müssen. Er gab mir Adressen seiner Spezialisten. Die Kosten dafür trage ich. Ach ja. Im Krankenhaus wurden diese Befunde auch nicht genommen. Hier begann die Untersuchung von vorne. Begründung. Es fehlen uns Informationen! Eher die restlichen Euro für den neuen Porsche

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Re: ÄRZTE DAGEGEN? das hängt aber vielleicht auch mit der arzthaftung zusammen und das jeder lieber alles doppelt und dreifach macht als einen fehler zu riskieren. mir persönlich ist meine gesundheit das wert. auch privat.

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