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Ärztekammer fordert konkrete Schritte

Ankündigung zur Wartezeiten-Verkürzung von Minister Störger macht wenig Eindruck

Alois Stöger © Bild: APA/Wenzel

Die Ärztekammer ist von der Ankündigung von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), die Wartezeiten für Patienten verkürzen zu wollen, wenig überzeugt. Kammer-Präsident Arthur Wechselberger erklärte gegenüber der APA, die Verpflichtung zur Transparenz bei den Wartezeiten sei ja schon seit 2011 Bundesgesetz. Und: "Die Darstellung der Wartezeit hat mit der Verkürzung ja überhaupt nichts zu tun."

Wechselberger fordert von der neuen Bundesregierung konkrete Schritte zur Verkürzung von Wartezeiten - und zwar sowohl im Spitals- wie auch im niedergelassenen Bereich.

"Die Aufgabe der Gesundheitspolitik wäre es, diese Wartezeiten zu verkürzen, das Operations-Angebot zu erweitern - von der Kapazität her." Außerdem müssten Leistungen im niedergelassenen Bereich "erbringbar" gemacht werden, Wechselberger fordert hier etwa die Umsetzung der Schaffung von 1.000 Planstellen.

Mehr Geld in die Hand nehmen

"Selbstverständlich" müsse man dafür mehr Geld in die Hand nehmen, sagte der Ärztekammer-Präsident. "Man muss Ressourcen bereitstellen, man muss das pflegerische und ärztliche Personal von unnötigen administrativen Aufgaben freispielen", und weitere Kapazitäten im niedergelassenen Bereich schaffen, um die Krankenhäuser zu entlasten.

Das Ziel müsse sein, nicht nur eine Liste zu führen, "wie lange ich wo warten muss" - denn dies halte er "für bescheiden". Vielmehr müsse die Frage lauten: "Wann ist diese Warteliste gegen Null geschrumpft - und welche Maßnahmen muss ich dazu setzen".

Kommentare

Die langen Wartezeiten sind tatsächlich ein Problem. Wenn ich persönlich auf mich schaue, habe ich oft viele Stunden in den Praxen verbringen müssen, um dran zu kommen. Es gibt selten Praxen wie die von Dr. Frühmann in Wien, in der man sehr schnell einen Termin bekommt bzw. auch ohne Termin dran kommt. Besonders in einer Notsituation ist das wichtig!

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