Gestellte Hinrichtung mit afghanischem Kind? Neuer Skandal um Soldaten der Bundeswehr

Buben soll Waffe an Kopf gehalten worden sein Soldaten hätten auch Fotos von Szene gemacht

Der Skandal um deutsche Bundeswehr-Fotos in Afghanistan weitet sich offenbar aus: Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, sollen deutsche Soldaten vor vier Jahren mit einem afghanischen Buben eine Hinrichtung gestellt und diese fotografiert haben. Die Zeitung beruft sich auf die Aussagen eines Berliner Unteroffiziers, der damals Mitglied einer Versorgungseinheit in Afghanistan war.

Er berichtete dem Blatt, wie ein Soldat während einer Patrouillenfahrt in Kabul einen kleinen Buben zu sich gerufen, ihn in den Schwitzkasten genommen und ihm eine geladene Waffe an den Kopf gedrückt habe. Vier bis fünf Soldaten hätten mit ihren Digitalkameras Bilder gemacht.

"Der Bub hatte unglaubliche Angst, bis er bemerkt hat, dass er nicht wirklich erschossen wird", berichtete der Unteroffizier dem Blatt weiter. Bis auf eine Ausnahme hätten sich die Soldaten über die Scheinhinrichtung amüsiert. Hinterher sei dem Buben ein Dollar "als Lohn" in die Hand gedrückt worden.