Geständnisse des "Schachbrett-Mörders" Pitschuschkin: "Wollte killen bis zum Matt"

NEWS: Russischer Serienkiller tötete 63 Menschen Killer berichtet über seine kranke Lust zu morden

Geständnisse des "Schachbrett-Mörders" Pitschuschkin: "Wollte killen bis zum Matt"

"Klar, es stimmt, ich habe sie alle gekillt", sagte Pitschuschkin freundlich lächelnd aus seinem Käfig heraus, nachdem Staatsanwältin Marija Semenenko im vergangenen August, beim Start des Prozesses, die Beschuldigungsschrift, in welcher der 33-Jährige des 52-fachen Mordes bezichtigt wurde, verlesen hatte. Und vor wenigen Tagen meinte er plötzlich während einer neuerlichen Befragung, er denke, es sei an der Zeit, "jetzt noch ein paar Geständnisse zu machen", elf genau legte er in der Folge ab, "insgesamt killte ich also 63-mal".

"Ich sah es nun einfach als meine Pflicht an", erklärte Pitschuschkin, "schlussendlich auch über meine bis dato ungeklärten Taten zu reden. Die von ihnen Betroffenen haben schließlich ein Recht darauf, nicht vergessen zu werden."

Über seine Lust zu morden
Und dann begann der Russe wieder einmal zu reden, über Orte, an denen Leichen zu finden seien; über die "Methoden", die er bei den Hinrichtungen anwandte; über seine "wunderbaren, erregenden Gefühle", die er beim Töten empfand; über seinen schon in der Jugend entworfenenen Plan, irgendwann einmal genauso viele Menschen umzubringen, wie ein Schachbrett Felder hat, "aber ich gebe zu, dass ich nicht weiß, ob ich es tatsächlich geschafft hätte, nach Beendigung meines Werks mit dem Morden aufzuhören".

Hungrig nach Mord
"Ich brauchte Nahrung". "Sie müssen sich das so vorstellen", versucht Pitschuschkin immer wieder dem Richter und den zwölf Geschwornen mit einem bizarren Gleichnis das Motiv für seine Verbrechen begreiflich zu machen: "Wenn Sie kein Essen kriegen, dann geht Ihnen die Kraft aus, und sie werden sterben. Und wenn ich nicht töte, dann ist das so, als bekämen Sie keine Nahrung."

Und manchmal, nach Dienstschluss - da holte er sich "Nahrung". Ging auf Opfersuche. Sprach bei Ausgängen von U-Bahn-Stationen Frauen, Männer und Kinder an, lockte sie unter dem Vorwand, wegen des angeblichen Todes eines Hundes verzweifelt zu sein und Zuspruch zu benötigen, an eine dunkle Stelle im Bizewski-Park, ein Erholungsgebiet im Süden von Moskau. Und wurde dort zum eiskalten Killer.

Das Tagebuch des Grauens
In der Wohnung des Mannes fanden die Ermittler ein Schachbrett, auf 63 Feldern lagen Glassplitter - Überreste jener Wodkaflaschen, die Pitschuschkin mit seinen jeweiligen Opfern geleert hatte. Und in seiner Nachtkästchenlade wurde ein blaues Notizbuch sichergestellt. Auf die erste Seite hatte der Mordverdächtige ein Schachbrett gezeichnet; bis auf den Platz des Königs waren alle Felder angekreuzt, außerdem waren in dem Heft Dutzende seiner Kapitalverbrechen detailliert beschrieben.

"Die endgültige Verteilung der Rollen", sagte der 33-Jährige, "wollte ich mir bis zum Matt aufheben." Sein vorrangiges Ziel sei ja gewesen, erst einmal sein Vorbild, Andrei Tschikatilo, einen Ukrainer, der 53 Frauen und Mädchen getötet hat, zu "schlagen".
Lesen Sie die gesamte Story über den grausamen Serienmörder im NEWS 42/07!