Geschäftsmodell Partyluder im FORMAT:
Das perfekte Business der Hotelerbin Hilton

"Ich liebe Österreich, weil sie fürs 'Hi'-Sagen zahlen" Karriereschub durch Veröffentlichung von Sex-Videos

Paris Hilton: Sie ist berühmt für ihre Prominenz - und hat rund um ihr Luder-Image das perfekte Business-Modell aufgebaut. Jetzt macht die Hotelerbin auch in Österreich ordentlich Kasse.

Der Tiroler Hotelier Günther Aloys hat dieser Tage alle Hände voll zu tun, um die Geburtstagsfete des Jahres zu organisieren. Sein illustrer Gast: niemand Geringerer als Society-Star und Partyluder Paris Hilton, die samt Eltern und Promi-Gästen anreist. Mindestens 100.000 Euro soll die Party kosten.

Dabei ist die Gage, die Paris Hilton für ihr Kommen kassiert, noch gar nicht eingerechnet. "Ich liebe Österreich, weil die mir eine Million nur fürs Zuwinken und ,Hi!'-Sagen zahlen", erklärte sie unlängst freimütig in einem Interview mit dem britischen Starjournalisten Piers Morgan.

Tatsächlich rührt sie seit dem Vorjahr gelegentlich im Blitzlichtgewitter die Werbetrommel für die goldenen "Rich Prosecco"-Dosen, mit denen Aloys den globalen Erfolg des Energydrinks Red Bull wiederholen will: "Seit sie mein Testimonial ist, rennen mir Importeure aus der ganzen Welt die Türe ein. Egal wo, Paris Hilton ist überall ein Topstar."

Kein Zweifel: Paris ist Königin der Selbstvermarktung
Die Hotelerbin - ihr winken laut "stern" 30 Millionen Dollar aus dem Hilton-Nachlass - war 2006 der meistgesuchte Name bei Google. Niemand schmückte so oft die Titelseiten der Illustrierten. Die Schweizer "Weltwoche" kürte sie zuletzt sogar zur "Unternehmerin des Jahrzehnts".

Werbeaktivitäten und der Besuch von Partys sind freilich nur zwei Säulen von vielen, auf denen das Geschäftsmodell Paris Hilton aufgebaut ist. Sie gibt ihren bekannten Namen Gewinn bringend für Parfums, Uhren und Handtaschen her, lukriert pro Jahr geschätzte zwanzig Millionen Dollar Gage für ihre Rollen in Filmen und der TV-Realityserie "The Simple Life". Ihre im Vorjahr erschienene Pop-CD verkaufte sich mehr als 500.000-mal. Sie hat ein Modelabel, und demnächst bringt sie eine Unterwäschekollektion auf den Markt. Schon in den vergangenen fünf Jahren hat die umtriebige New Yorkerin rund 150 Millionen Dollar verdient.

Ihre Skandale dienten Paris Hilton stets als Karriere-Katalysatoren. Als sie im Oktober 2000 vor einer New Yorker Disco ohne Slip unterm Kleid aus einer Limousine stieg und fotografiert wurde, füllte sie erstmals weltweit die Schlagzeilen. Als Exfreund Rick Salomon 2003 den selbst gedrehten Pornofilm "1 Night in Paris" veröffentlichte, wurde sie endgültig zum berühmtesten Luder der Welt.

Dass die Schulabbrecherin immer noch vom Nimbus des blonden Dummchens umgeben ist - pures Kalkül. In Wahrheit ist sie außerordentlich geschäftstüchtig. Abseits der Kameras wird der Ton ihrer Stimme plötzlich tiefer. Zwischen Pressekonferenzen verbringt sie die meiste Zeit damit, am Handy neue Termine zu koordinieren. Die vielen Flüge nutzt sie Zeit sparend zum Schlafen.

Einnahmen aus Hotels nicht mehr benötigt
Sie verdient auch so genug und erntet neben Dollars auch jede Menge Lob. Für den deutschen Entertainer Thomas Gottschalk ist sie ein "Faszinosum". "Ich glaube an das Phänomen Paris Hilton", meint auch Modezar Karl Lagerfeld. Der Tiroler Günther Aloys zollt ihrem Geschäftssinn ebenfalls Respekt. Schließlich bekommt sie von jeder abgesetzten Dose seines Proseccos rund fünf Prozent des Verkaufspreises.

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