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Gemanwings: Pilotenstreik zu Ende

Um 12 Uhr wurde Flugbetrieb wieder aufgenommen - aber noch Verzögerungen möglich

Die Hecks von zwei Germanwings-Fliegern. © Bild: APA/dpa/Oliver Berg

Die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings haben ihren befristeten Ausstand am Freitag zu Mittag beendet. Die Airline bestätigte, dass um 12 Uhr der Flugbetrieb wieder aufgenommen worden sei. Allerdings könne es durch Verzögerungen und Verschiebungen auch am Nachmittag vereinzelt noch zu Streichungen kommen.

Gestrichen ist auch ein Nachmittag-Flug von Stuttgart nach Wien und retour. Bei einigen anderen Österreich-Verbindungen kommt es zu Verspätungen.

Durch den sechsstündigen Streik waren von geplanten 164 insgesamt 116 Flüge ausgefallen und rund 15.000 Passagiere betroffen. Trotz der Streiks der Piloten war es an den betroffenen Airports zu keinen größeren Behinderungen gekommen, bestätigen Sprecher der Airports übereinstimmend.

Viele Fluggäste seien im Voraus über ihre Reisebüros, SMS oder Mails informiert worden. Die Streiks hätten bei der Airline einen wirtschaftlichen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht, sagte ein Unternehmenssprecher.

Streit um Übergangsrente

Hintergrund des Konflikts bei Europas größter Airline ist der Streit um die Übergangsrente für die 5.400 Piloten bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo. Erneute Verhandlungen zwischen der Lufthansa und der Vereinigung Cockpit waren am Donnerstag gescheitert.

Im Schnitt gehen Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will das durchschnittliche Eintrittsalter schrittweise auf 61 Jahre erhöhen. Die aktuelle Regelung zur Übergangspension will die Airline bis 2016 beibehalten, um ausreichend Zeit für Verhandlungen zu haben.

Der Streit um die Übergangspension hatte bereits im April zum schärfsten Streik in der Lufthansa-Geschichte geführt. Rund 3.800 Flüge fielen aus, betroffen waren an den drei Tagen 425.000 Fluggäste.

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