Gerasdorf von

Mordversuch mit Auto

Brüderpaar soll Opfer absichtlich niedergefahren haben - Mann derzeit im Spital

Polizei-Auto in Wien © Bild: APA/Neubauer

Nach einem vermeintlichen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht, bei dem am Mittwochnachmittag in Gerasdorf bei Wien (Bezirk Wien-Umgebung) ein junger Mann verletzt worden war, ermittelt die Polizei jetzt wegen Mordversuchs. Das Opfer, ein 34-jähriger Pole, war nach Angaben eines Arbeitskollegen, mit dem er zu Fuß unterwegs war, absichtlich mit einem Auto niedergefahren worden. Der Verletzte wurde mit einem Notarzthubschrauber in ein Spital geflogen, der Pkw wurde in Wien gestoppt und die beiden Insassen in Haft genommen.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um Brüder im Alter von 27 und 34 Jahren, Landsleute des Opfers. Sie fielen zunächst einer Wiener Polizeistreife auf, die auf der Brünner Straße (B7) in Floridsdorf Geschwindigkeitsmessungen durchführte. Dabei wurde das flüchtige Auto mit 120 km/h gemessen. Der Versuch, den Wagen anzuhalten, scheiterte, da der Lenker direkt auf den Beamten zusteuerte und ihn damit zwang, zur Seite zu springen. In der Zwischenzeit hatten die Gerasdorfer Kollegen den Sachverhalt des Unfalls erhoben und ebenso wie die LPD Wien eine Fahndung veranlasst. Das Fahrzeug konnte aufgrund des starken Verkehrsaufkommens in Wien gestoppt werden.

Laut LPD NÖ sagte der Zeuge des Unfalls in Gerasdorf aus, dass das Opfer von einem der Brüder per SMS Morddrohungen erhalten habe. Der Hintergrund war zunächst nicht bekannt, der Verletzte konnte noch nicht befragt werden, berichtete NÖ Polizeisprecher Johann Baumschlager. Die Verdächtigen verwickelten sich bei ihren Einvernahmen immer wieder in Widersprüche, hieß es. Sie wurden in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.

Keinen Führerschein

Festgestellt wurde, dass die Brüder, die den Wagen abwechselnd gelenkt hatte, keine gültigen Lenkerberechtigungen hatten. Der 27-Jährige, der seinen Landsmann niedergefahren haben soll, habe bei der Kontrolle einen gefälschten polnischen Führerschein vorgewiesen. Außerdem war auf dem Kfz vorne ein nachgemachtes Kennzeichen montiert, im Kofferraum fanden sich zwei weitere nachgemachte Kennzeichentafeln. Gegen den 34-Jährigen bestehe u.a. ein Aufenthaltsverbot und eine Anordnung des Landesgerichtes Wien zur Vorführung zum Strafantritt wegen Diebstahls.

Der Jüngere wird laut Polizei wegen versuchten Mordes, Imstichlassen eines Verletzten und Urkundenfälschung angezeigt, sein Bruder darüber hinaus wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. Die Erhebungen seitens der Polizeiinspektion Gerasdorf seien noch im Gang, neben der Opfervernehmung und Spurensicherung am Kfz seien u.a. Handyauswertungen ausständig.

Kommentare

Offenbar sind europäische Knäste immer noch nicht abschreckend genug.
http://www.blick.ch/news/schweiz/bolonese-toni-gruesst-aus-dem-knast-id2364581.html

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