Gerard Depardieu von

DSK-Rolle aus Abneigung

"Ich mache es, weil ich ihn nicht mag" - Isabelle Adjani soll Ehefrau Anne Sinclair spielen

Gerard Depardieu - DSK-Rolle aus Abneigung © Bild: Reuters, Montage: NEWS.AT

Abneigung gegen Dominique Strauss-Kahn hat den französischen Schauspieler Gerard Depardieu dazu gebracht, den früheren IWF-Chef in einem Film über dessen Sex-Affäre zu verkörpern. "Ich mache es, weil ich ihn nicht mag", sagte Depardieu. "Er ist nicht liebenswert, ich denke, er ist ein bisschen wie alle Franzosen: ein bisschen arrogant". Das sei an der Art zu sehen, wie der 62-Jährige laufe - mit der Hand in der Hosentasche.

In dem Film des US-Regisseurs Abel Ferrara über Strauss-Kahn soll Depardieu an der Seite von Isabelle Adjani spielen, die die Rolle von Strauss-Kahns Ehefrau Anne Sinclair übernimmt. Der frühere IWF-Chef war der Hoffnungsträger der französischen Sozialisten, bevor er im vergangenen Mai wegen des Verdachts der versuchten Vergewaltigung eines Zimmermädchens in New York festgenommen wurde. Depardieu unterstützt im französischen Wahlkampf den konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

Im August wurde das US-Strafverfahren gegen Strauss-Kahn eingestellt, da es Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zeugin gab. Im September kehrte er nach Frankreich zurück, wo demnächst möglicherweise ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen Verwicklung in eine Callgirl-Affäre eingeleitet wird.