Gerald Klug: Habt lacht!

Österreichs Verteidigungsminister sorgt für Gesprächsstoff. So tickt er.

von Verteidigungsminister Gerald Klug hat hohe Sympathiewerte. © Bild: NEWS/Michael Appelt

Immerhin, der Mann ist Verteidigungsminister. Da gilt auch für ihn: Disziplin wahren. Und heraus kommt ein Mann, der die Minister-Rolle zumindest gut spielt. Sollte in Hollywood ein Verteidigungsminister zu besetzen sein, könnte so jemand wie Gerald Klug herauskommen: Bürstenhaarschnitt, Körperspannung, direkter Blick, fester Händedruck. Die Kritiken des Publikums fallen mehrheitlich freundlich aus: Der Mann ist zweitbester Minister im APA/OGM-Vertrauensindex.

Der Minister im Image-Check

NEWS und das Marktforschungsinstitut meinungsraum.at fragten das Image- und Kompetenzprofil des 45-jährigen SPÖ-Ministers ab. Hier zeigt sich: Klug wird vor allem als zielstrebig, aktiv und durchsetzungsfähig gesehen. Das sind Attribute, die genau zum Anforderungsprofil eines Verteidigungs- und Sportministers passen. Das wird offenbar umso stärker wahrgenommen, als zuvor Norbert Darabos sein Unbehagen im Ministeramt in Mimik und Körpersprache klar vermittelt hat. Seit Klug ihn vor einem Jahr ablöste, profitiert er vom Unglück seines Vorgängers. Gerald Klugs Eigenschaften, so sagt meinungsraum.at-Expertin Christina Matzka, "wirken gerade im Kontrast zu Norbert Darabos. Verkaufstechnisch ist er eine passende Besetzung. Das hat aber nicht viel damit zu tun, was er als Minister weiterbringt. Das sind ein bisschen Vorschusslorbeeren.“

Tatsächlich schwächelt der Minister in seinen Kompetenzwerten. Nur 16 Prozent sehen in ihm einen erfahrenen Politiker, bloß 32 Prozent billigen ihm Kompetenz in seinem Fachgebiet zu. "Das mag, sagt Expertin Matzka, damit zusammenhängen, dass Klug erst ein Jahr im Amt ist.“

Ankündigunsminister

Das Urteil der professionellen Beobachter fällt weniger freundlich aus als das der Bevölkerung. Im jüngsten NEWS-Regierungszeugnis landete der Minister mit einem schwachen Dreier nur im letzten Drittel. Nur Kanzler und Vizekanzler schnitten noch schlechter ab. Da meinte etwa "Standard“-Innenpolitikchef Michael Völker: "Ein Ankündigungsminister. Extrem effizient in der Selbstdarstellung. Ein Großmeister des Marketing.“ Das zielt darauf ab, dass Klug sich gerne am Boulevard inszeniert und auch nicht scheut, dafür ins Ringerkostüm zu schlüpfen (die Socken ließ er an).

Auch der blitzartige Rückzug des österreichischen UNO-Kontingents vom Golan war dem Bestreben geschuldet, in kleinformatigen Tageszeitungen gut wegzukommen. Der internationale Ruf des Landes wurde bei diesem wahltaktischen Manöver hintangestellt.

Antwort vom Blatt.

Politikerkollegen finden seinen Auftritt hingegen nicht so gelungen. Der eine oder andere Minister bezeichnet ihn als "Schönwetterpolitiker“ und "nicht krisenerprobt“. Mehrere Parlamentarier, die Klug in den Ausschüssen erleben und auf seine Informationspflicht pochen, kritisieren seine Abwehrhaltung und mangelnde Kompetenz. Sein Haus werde vom Generalstab und vom Kabinettchef als Schattenminister geführt. Klug selbst fabriziere in den parlamentarischen Ausschüssen Stehsätze, die ihm seine Berater vorgegeben haben.

Die vollständige Story finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als E-Paper Version.

Kommentare

is der artikel echt - oder ein teasing vom büringer oder vom hader??? (bravo übrigens für eure kabarettistn!! weltklasse! auch der stipsitz) hat ôsterreich WIRKLICH soldaten und panzer und den ganzn schaas...sads ihr deppat? die ungarn brauchts ned fürchtn!!!

christian95 melden

Wir verdienen nichts anderes! 50% der Österreicher wählen weiterhin SPÖ+ÖVP.
Bald kein Heer mehr, Rekordstaatsschulden, eine der höchsten Steuerquoten weltweit (wurde ab 1. März noch einmal erhöht) Rekordarbeitslosigkeit... Keinem wurde bisher seine Luxuspension gekürzt, keine Verwaltungsreform usw. aber Parteigünstlinge und Familienmitglieder werden weiterhin mit hochbezahlte Jobs versorgt.

christian95 melden

Seit 1920 produzieren 10 verschiedene Gesetzgeber im Bund und Ländern weiterhin jedes Jahr zig 1.000e neuer Gesetze und Vorschriften, die in Wirklichkeit niemand mehr braucht. Das noch immer, obwohl schon 80% der Vorschriften aus Brüssel kommen. 1920 gab es keine Handy, Computer und wenig Autos... aber diese Typen leben weiterhin im vorigen Jahrhundert und denken nicht daran bei sich zu sparen

RobOtter
RobOtter melden

@christian95: Und wiedermal wird Deine Ahnungslosigkeit demonstriert! Brüssel schickt Richtlinien nach Österreich. Das sind keine Gesetze. Geht auch nicht, da es nur in deiner Naivität so einfach funktioniert ein Gesetz für ganz Europa zu erstellen. Fakt ist jedes Mitgliedsland muss die Richtlinien in sein staateneigenes Rechtssystem einpassen.

christian95 melden

Stimmt schon, "Brüssel schickt Richtlinien" dazu können die 10 Gesetzgeber in Österreich Ja oder Ja sagen. SPÖ+ÖVP meinen, dazu brauchen sie mehr statt weniger Politiker.

Danke Herr Oberlehrer für die neuerlich Belehrung.

christian95 melden

Für die "Einpassung ins staatseigene Rechtssystem" genügt ein Büro von qualifizierten Juristen und später 1 (in Worten: EIN) und nicht 10 verschiedene Gesetzgeber.

JustTheTruth melden

@Christian: Aha. Und wer sollen diese 10 verschiedenen Gesetzgeber sein?

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ganz egal wer da auf seinem Posten sitzen würde - kein Geld vorhanden ist eher Sache - eine Truppe die in den Konkurs steuert da keine Mittel vorhanden.Ob der Minister da jetzt cool rüber kommt ist eigentlich Gelaber - denn bewegt hat er bis jetzt auch nix!

Helmut Svik

bürstenhaarschnitt das ich nicht lache. das ist eine fleischfarbene Badehaube auf seinen Plutzer.wer schreibt so einen Blödsinn,natürlich
News. und tschaunerbühne statt Hollywood liebe soldatna.

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