Geplanter Raketenstart von

Nordkorea macht ernst

Langstreckenrate wird betankt - Zeitpunkt des Starts aber noch unbekannt

Geplanter Raketenstart - Nordkorea macht ernst © Bild: APA/EPA/KCNA

Wie Langstreckenrakete weiter voran. Die Rakete werde derzeit betankt, sagte der Leiter des nordkoreanischen Satelliten-Kontrollzentrums, Paek Chang Ho, am Mittwoch vor ausländischen Journalisten. Wie lange der Vorgang dauere, sagte er nicht. Auch zum Zeitpunkt des Starts äußerte er sich nicht. "Das werden meine Vorgesetzten entscheiden."

Nordkorea will die Rakete Unha-3 zwischen Donnerstag und nächstem Montag starten. Der Termin richtet sich nach dem 100. Geburtstag des verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung. Nach offiziellen Angaben soll sie einen Wettersatelliten ins All bringen, Nachbarstaaten und die USA vermuten aber einen militärischen Test für eine Rakete, die mit Atomsprengköpfen bestückt auch Alaska erreichen könnte.

Clinton: "Weitere Provokationen könnten folgen"
Der Start würde die Ansicht stützen, dass Nordkoreas Führung verbesserte Beziehungen mit dem Rest der Welt "als eine Bedrohung ihres Systems betrachtet", sagte US-Außenministerin Hillary Clinton am Dienstag in Annapolis. "Und die jüngere Geschichte deutet sehr stark darauf hin, das weitere Provokationen folgen könnten." In Südkorea, das nach dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 formal noch im Kriegszustand mit dem kommunistischen Norden ist, wird bereits vermutet, dass neben dem Raketentest auch ein dritter Atomtest in Vorbereitung ist. Geheimdienstkreise berichten unter Berufung auf Satellitenaufnahmen, dass dafür bereits Tunnel gegraben würden.