Genusstour am Kärntner Nassfeld

Entspannung vor grandioser Kulisse

Genusstour am Kärntner Nassfeld © Bild: Georg Khittl

Die Millennium-Express-Gondel fährt vor und ich warte ab, bis zwei Mountainbiker ihre Räder darin verstaut haben. Die neuen Kabinen sind so konstruiert, dass sie auch Rollstühle befördern können. Buggys und Kinderwagen sowieso. Auf der Bergstation Madritsche ist ziemlich was los. Vor allem Familien mit kleinen Kindern machen sich auf den Weg, der in Serpentinen hinunterführt zu einem See mit Spielplatz und gestrandetem Piratenschiff.

„Come on, let’s take a picture!“ Blödelt mich da wer an? Nein! Die Stimme kommt aus dem Web-Fotopoint. Und wie funktioniert der? „Man setzt sich daher aufs Bankerl“, erklärt mir ein netter Herr mittleren Alters, „und drückt hier auf den Knopf.“ Und das machen wir dann auch: Setzen uns nieder, schauen auf ein Poster mit einer Kuh, dahinter ragen dramatisch die Felswände auf ... Wir lächeln, es piepst, eine Lampe leuchtet, es blinkt, es blitzt, und jetzt, was passiert jetzt? „Auf www.nassfeld.at/fotopoint“, erklärt mir der nette Herr, „kannst du dein Foto anschauen und eine E-Card verschicken. Du musst dir nur die Uhrzeit merken. 10:40 Uhr.“ Tatsächlich. Da ist das Bild! „Schöne Grüße vom Nassfeld“ schreib ich und verschicke es an mich selbst.

© Georg Khittl

Von oben sieht der Aqua Trail aus wie eine gestaltete Parklandschaft mit Kieswegen und dekorativ gepflanzten Latschen. Ganz unten der See, in dem sich der Himmel spiegelt, und rundherum, wie eine Arena aus Stein, die Felsen. Eigentlich sind es zwei Seen – der eine karibiktürkis, der andere adriablau. Für Kinder gibt es ganz schön viel zu tun: auf- und abhüpfen auf dem Trampolin, hin- und herschwingen am Schaukelpferd, Wasserräder in Gang setzen ... Dahinter ragt der Rosskofel oder Monte Cavallo auf. Der Aqua Trail ist ein Spazierweg, den man sehr leicht gehen kann, auch ohne bergaffin zu sein. Das Konzept erscheint klar: Auf der einen Seite liegt Italien, auf der anderen Österreich, und der Weg verläuft einmal da, einmal dort.

© Georg Khittl

Ich leg’ mich auf eine dieser geschwungenen Holzliegen, die sich so schön der Körperform anpassen. Vor mir das „Felsen-Kino“, von der Sonne wie durch Scheinwerfer bestrahlt. Und dann bewegen sich wie zufällig die Wolken, schieben sich vor die Sonne, und der Teil, der gerade noch hell war, liegt jetzt im Dunkeln, dafür geht auf einer anderen Seite der Felswand das Licht an. Die „Handlung“ ist harmlos, doch das Auge hat seine Freude damit. Unten im Tal empfängt mich ein warmer Wind, als ich aus der Gondel steige. Doch Kärnten wäre nicht Kärnten, gäbe es nicht irgendwo in der Nähe einen See. Der Pressegger See liegt quasi ums Eck. Den Nachmittag verbringe ich gut eingecremt auf dem Floß neben Seerosen und Schilf. Erst der Hunger treibt mich zurück an Land. In der Seetaverne lasse ich bei einer innovativen Kaiserschmarren-Variante mit frischen Früchten den Tag ausklingen.

© Georg Khittl

www.nassfeld.at

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Das Gewinnspiel ist bereits abgelaufen.

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