Genforscher wollen Kolumbus-Rätsel lösen: Woher stammt Forscher, wo ist sein Grab?

Drei verschiedene Knochenreste werden untersucht Proben werden mit jenen seines Sohnes verglichen

Mit den modernsten Mitteln der Gentechnologie wollen Wissenschafter 500 Jahre nach dem Tod von Christoph Kolumbus zwei Rätsel um den Entdecker lösen. Die Experten aus Italien, Spanien, den USA und Deutschland wollen nicht nur herausfinden, woher der berühmte Seefahrer stammte, sondern auch wo sich seine Grabstätte befindet. Die Forschungen gehen von drei verschiedenen Knochenresten aus, die die Wissenschafter aus Grabstätten in Sevilla in Südspanien entnehmen durften.

Ein Teil der Überreste stammt mit Sicherheit von Kolumbus' Sohn Hernando, der Rest könnte möglicherweise von Kolumbus selbst und dessen Bruder Diego sein. Die DNA-Proben der Knochenreste werden mit Genanalysen von lebenden Italienern, Spaniern und Franzosen verglichen, die Nachnamen wie Colombo, Colon, Colom oder Coulomb tragen und Nachfahren des Seefahrers sein könnten.

Historiker halten es für wahrscheinlich, dass der Entdecker in Genua zur Welt kam. Allerdings wird auch nicht ausgeschlossen, dass er aus Spanien, Portugal oder Frankreich stammte. Bei der Grabstätte herrscht Unklarheit darüber, ob sie sich in Sevilla oder in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik befindet.
(apa)