Generation Gründerzeit

Ideenreicher Unternehmer-Nachwuchs mit Mut und dem Gespür für Nischen: der neue Gründer-Boom.

Generation Gründerzeit

Die Österreicher gründen gern: Im Vorjahr waren es 30.200 neue Firmen. NEWS präsentiert die pfiffigsten Gründer.

Der Chef ist nicht automatisch immer auch der Schlaueste. „Überlass das Denken mir!“, hat Wolfgang Baders Boss immer gesagt, wenn der ankam, sprudelnd vor neuen Ideen. Da kann man abwarten, jammern – oder sich verändern, bevor es zu spät ist.

Wolfgang Bader entscheidet sich für Letzteres. Er kündigt, investiert hart ersparte 10.000 Euro in eine Druckerpresse und wird sein eigener Chef. In seinem Novum Verlag veröffentlicht er nun Bücher von Erstautoren, die sonst kein Verlagshaus finden. Bereits ab 3.000 Euro übernimmt Wolfgang Bader Lektorat, Druck, Vertrieb und Marketing für die Neoschriftsteller – mittlerweile sind’s deren 700. Dank der findigen Idee erwirtschaftet Bader mit 20 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 1,5 Millionen Euro: „Jetzt sag ich, wo’s langgeht.“

Der neue Gründerboom. Nicht Siemens oder Magna, nicht Lenzing oder Beiersdorf bilden das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft, es sind der Mini-Verlag in Neckenmarkt, die Tischlerei aus St. Urban und die Modedesignerin aus Perchtoldsdorf. Die knapp 270.000 klein- und mittelständischen Unternehmen erwirtschaften 58 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Österreich und finanzieren mehr als 46 Prozent der Investitionen. Dazu gelten Jungunternehmer als größter Jobmotor des Landes: Eine durchschnittliche Neugründung schafft rund sechs neue Arbeitsplätze – drei in der Firma selbst und vier weitere durch Folgeeffekte.

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