Generalversammlung entscheidet über GAK
Zukunft: Konzept von Fischl vor Absegnung

Angeblich bereits wieder 3 Mio. Schulden bei Roten Grazer künftig nicht mehr von Präsidenten geführt

Für den zwangsrelegierten Fußball-Traditionsclub GAK soll heute Abend eine wichtige Weichenstellung für eine sportlich und wirtschaftlich rosigere Zukunft fallen. Vor der nach dem Rücktritt des halben Vorstands um Präsident Stephan Sticher einberufenen Generalversammlung gilt es als fix, dass der von Ex-Präsident Harald Fischl eingebrachte Vorschlag der Gründung eines Aufsichtsratsgremiums angenommen wird.

Damit sollen die "Rotjacken" künftig nicht mehr von einem Präsidenten, sondern von einem Aufsichtsrat geführt werden. Dieser setzt sich aus aus mehreren Sektionen zusammen, wobei der jeweilige Leiter im Gremium sitzt. Fischl ("Wir sind ein Regionalliga-Club geworden, wir brauchen keinen Präsidenten") selbst soll den Bereich Wirtschaft und Recht übernehmen. Der Vorsitz wird im Rotationsprinzip alle sechs Monate wechseln, zur Premiere soll aller Voraussicht nach mit Ehrenpräsident Anton Kürschner ein weiterer Ex-Boss an der Spitze Platz nehmen.

Neu installiert werden soll auch ein Verwaltungsrat, in dem Aufsichtsräte sowie Sponsoren- und Fangruppenvertreter ihre Stimme haben werden. Erstes Ziel ist laut Fischl die Erhaltung des Trainingszentrums sowie der Akademie. Zusagen von Sponsoren wären vorhanden, Namen wollte der 49-jährige Unternehmer jedoch erst nach Absegnung seines Konzepts bei der Generalversammlung nennen. Das Budget für die startende Saison in der Regionalliga Mitte soll bei einer Million Euro liegen. 800 Dauerkarten waren bereits verkauft, der GAK darf dank eines Beschlusses des Grazer Gemeinderats seine Heimspiele weiter in der UPC-Arena bestreiten.

Neuerliche Sorgen bereiten dem Bundesliga-Meister 2004, der erst im Mai seinen Zwangsausgleich durchgebracht hatte, weiter finanzielle Altlasten. So wird hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, dass die Schulden wieder bei drei Millionen Euro liegen. Spieler-Gehälter der vergangenen drei Monate wären noch nicht voll ausbezahlt worden, Abfertigungen für Ex-Profis sollen ebenfalls noch ausständig sein. "Wir werden der Sache auf den Grund gehen, wieso noch immer Altlasten vorhanden sind", meinte Fischl, der erst den Beschluss der Generalversammlung abwarten will.

(apa/red)