Generalprobe für Speeddamen des ÖSV:
2 WM-Tickets im Super-G noch zu vergeben

Görgl könnte noch den Sprung in WM-Kader schaffen Kathrin Zettel könnte auch im WM-Super-G antreten

Generalprobe für Speeddamen des ÖSV:
2 WM-Tickets im Super-G noch zu vergeben © Bild: Reuters/Blake

Die alpinen Skidamen bestreiten heute in Garmisch-Partenkrichen die WM-Generalprobe im Super-G (13.00 Uhr). Geht es im Weltcup um Preisgeld und Weltcuppunkte, so fahren die Speed-Ladies drei Tage später in Val d'Isere um Edelmetall. Österreichs WM-Team in dieser Disziplin ist noch nicht fixiert, Andrea Fischbacher (einmal Zweite, einmal Neunte) und Anna Fenninger (zuletzt Zweite) gelten als Fixstarterinnen, für die restlichen zwei Tickets kommen jedoch drei Damen infrage.

Elisabeth Görgl hat bereits gute Karten in der Hand, sie liegt im Super-G-Ranking (zwei 13. Plätze) vor Renate Götschl und Kathrin Zettel, mitentscheidend für die WM-Aufstellung wird aber auch die aktuelle Form sein. Und möglicherweise auch der Bonus, den die verdienstvolle Steirerin Renate Götschl genießt, auch wenn sie in diesem Winter neben einem 9. Platz nur einen 19. und 33. zu Buche stehen hat. Damen-Cheftrainer Herbert Mandl will jedenfalls den Super-G in Garmisch abwarten, um sein WM-Quartett für das WM-Auftaktrennen in Frankreich festzulegen.

Götschl ist nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Maria Holaus die letzte auf Speed-Disziplinen spezialisierte Dame im ÖSV-Team, vor zwei Jahren in Aare hat sie im Super-G Bronze geholt, derzeit läuft es überhaupt nicht, auch in dem von ihr so geliebten Cortina gelang die Fahrt aus der Krise nicht.

Zettel nun auch im Super-G?
Während sich Götschl (testete Material) und Görgl auf dem Innsbrucker Patscherkofel auf das letzte Rennen vor der WM vorbereitet haben, trainierte die Niederösterreicherin Zettel in den vergangenen Tagen für den Slalom in Garmisch auf den Gudiberg, schnelle Umstellung auf die längeren Latten ist gefragt. Im Riesentorlauf, Slalom und der Super-Kombi ist sie WM-Fixstarterin. In Schweden wäre der Einsatz von Zettel im Super-G nie ein Thema gewesen, heuer sieht die Sache anders aus, wie Platz elf zuletzt in Cortina zeigte.

Eine Topfavoritin auf den Super-G-Sieg auf der Kandahar in Garmisch gibt es nicht, die Saisonersten heißen Nadia Fanchini (ITA), Lara Gut (SUI) und Jessica Lindell-Vikarby (SWE), der ÖSV hat mit zwei zweiten Plätzen durch Fischbacher und Fenninger angeschrieben.
(apa/red)