Generalprobe für EM-Quali: ÖFB-Team mit Respekt, aber ohne Angst gegen Holland

Zsak warnt vor Sneijder: "Er ist immer gefährlich" Maierhofer soll nach Janko-Ausfall Solospitze sein

Generalprobe für EM-Quali: ÖFB-Team mit Respekt, aber ohne Angst gegen Holland © Bild: GEPA

Österreichs Nationalmannschaft hat erstmals mit den Qualitäten der niederländischen Auswahl Bekanntschaft gemacht - vorerst aber nur per Videostudium. Teamchef Dietmar Constantini stimmte seine Truppe mit Ausschnitten vom 1:0-Testspielsieg der "Oranjes" über die Türkei sowie mit Aufnahmen von WM-Auftritten des Vizeweltmeisters auf die Partie am Mittwoch in Eindhoven ein.

Sein Assistent Manfred Zsak schwärmte danach von den Niederländern. "Sie sind aggressiv in der Defensive, wollen den Ball sofort zurückerobern, und sie greifen oft über die Flügel an." In Ehrfurcht müsse man deshalb jedoch nicht erstarren. "Angst brauchen wir keine zu haben, aber man sieht deutlich, dass die Holländer die Nummer zwei der Welt sind."

Entscheidend für ein erfolgreiches österreichisches Abschneiden wird nach den Angaben von Zsak sein, inwieweit die Kreise von "Elftal"-Regisseur Wesley Sneijder eingeengt werden können. "Er ist immer gefährlich, pendelt zwischen Mittelfeld und Angriff. Wenn wir ihn unter Kontrolle bringen können, haben wir schon einiges gemacht", vermutete der Betreuer.

Zahlreiche Ausfälle
Die zahlreichen hochkarätigen Ausfälle im Lager des Gegners - zuletzt sagte nach Arjen Robben, Rafael van der Vaart und Nigel de Jong auch Robin van Persie ab - wollte Zsak ebenso wenig kommentieren wie das Fehlen des verletzten ÖFB-Kapitäns Marc Janko. "Wir reden nur über Spieler, die da sind", betonte der Niederösterreicher.

Wie am Montag bekannt wurde, fällt auch Roman Wallner für das Testspiel in Eindhoven aus. Der Salzburg-Stürmer zog sich im Montag-Training eine Muskelverhärtung im Oberschenkel zu, Teamchef Dietmar Constantini verzichtete auf eine Nachnominierung. Vor Wallner hatten bereits Marc Janko und Martin Harnik verletzungsbedingt absagen müssen.

Durch die Abwesenheit des Twente-Legionärs wird laut Zsak Stefan Maierhofer wie erwartet als Solospitze beginnen und bekommt eventuell die Möglichkeit, die ÖFB-Elfmeter-Misere zu beenden. Die jüngsten drei Strafstöße für Österreich in Freundschaftsspielen wurden allesamt vergeben, zuletzt scheiterte Florian Klein im Griechenland-Match vor knapp drei Monaten. "Damals war ein Spieler als erster Schütze nominiert, aber dann sind den Burschen die Pferde durchgegangen und es hat ein anderer geschossen. Aber wir werden diesmal wieder einen nominieren", versprach Zsak.

(apa/red)