Generali-Ostholding ab 2007 in Wien: Als Zentrum für Mittel- und Osteuropa gestärkt

Verhandlungen über Stellenabbau bis Jahresende

Italiens Versicherungskonzern Generali stärkt Wien als Kompetenzzentrum für die Region Mittel- und Osteuropa. Zu Jahresbeginn 2007 soll eine Ostholding gegründet sein, in die die derzeit bei der Generali Holding Vienna angesiedelten CEE-Töchter eingebracht werden. Weiters ist die Wiener Tochter, die sich heuer von der Wiener Börse zurückgezogen hat, für das Ost-Asset-Management zuständig.

In Österreich ist die Generali allerdings auf Sparkurs. "Wir müssen von unseren Kosten herunter", sagte Generali-Finanzvorstand Steidl in Kiew. Die Generali will bis 2008 deutlich Stellen abbauen, was zu heftigen Protesten der Belegschaftsvertretung geführt hat. Der scheidende Generaldirektor Stoss sprach zuletzt von bis zu 390 Stellen, die Belegschaftsvertretung von 700 Jobs. Insgesamt müssen die Kosten um 11 Prozent gesenkt werden. Die Generali Vienna hat in Österreich bereits in den Jahren 2002/03 rund 400 Mitarbeiter abgebaut.

Ebenfalls noch heuer will man die Gründung einer Osteuropa-Holding unter Dach und Fach bringen, durch die die Aktivitäten in CEE und Österreich klarer abgegrenzt werden. Diese könnte dann per 1.1.2007 gegründet werden und im ersten Quartal operativ starten. Dabei sollen die Osteuropa-Töchter in einer unter der Generali Vienna Holding angesiedelten Zwischenholding zusammengefasst werden.

Wien ist im italienischen Versicherungskonzern zudem künftig für das Assetmanagement in Osteuropa zuständig. Bisher gebe es bereits zwei Fonds über mehr als 150 Mio. Euro. Nun müssten die Töchter aus anderen Ländern motiviert werden, in CEE zu investieren. Österreich sei bisher dabei Teil von Deutschland gewesen, nun sei man selbstständig als Region positioniert.

(apa/red)