General Motors: US-Regierung könnte
Anteile binnen Jahresfrist verkaufen

US-Regierung rettete Autobauer 2009 vor Untergang Anteil an GM verringert sich nach dessen Börsengang

General Motors: US-Regierung könnte
Anteile binnen Jahresfrist verkaufen © Bild: EPA/Kowalsky

Die US-Regierung will sich einem Medienbericht zufolge wohl binnen Jahresfrist von ihrem restlichen Anteil an der Opel-Mutter General Motors (GM) trennen. Die Regierung hatte den einst weltgrößten Autobauer Mitte 2009 mit über 50 Milliarden Dollar vor dem Untergang gerettet. Die Verstaatlichung war einer der umstrittensten wirtschaftspolitischen Eingriffe der US-Geschichte. In einer Blitzinsolvenz trennte sich der Konzern binnen weniger Wochen von Altlasten und Schulden.

Der Verkauf der Anteile sei eine realistische Option, heißt es im "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen Vertreter des US-Finanzministeriums. Der Zeitpunkt des Verkaufs hänge aber von der Entwicklung des Autobauers und der Finanzmärkte ab. Zuvor hatte das Ministerium seinen Ausstieg aus GM bis zu den Präsidentschaftswahlen im November 2012 anvisiert.

GM hatte Ende 2010 den größten Börsengang der Welt mit einem Volumen von 23,1 Milliarden Dollar (16,9 Milliarden Euro) perfekt gemacht. Mehr als die Hälfte des Erlöses aus dem Börsengang ging in die Staatskasse. Der 61-Prozent-Anteil der USA an GM halbierte sich dabei fast.

(apa/red)