General Motors erhält erste Tranche: Hilfe auch für andere Branchenteile möglich

Opel-Mutter empfängt die ersten vier Milliarden Chrysler wartet immer noch auf das ersehnte Geld

General Motors erhält erste Tranche: Hilfe auch für andere Branchenteile möglich © Bild: APA/EPA/Jeff Kowalsky

Nach dem grünen Licht für Milliardenhilfen zur Rettung der Autoriesen General Motors und Chrysler hat die US-Regierung auch die Möglichkeit einer Unterstützung für andere Teile der Branche angedeutet. Nach Medienberichten vom Freitag könnten den veröffentlichten Richtlinien des Finanzministeriums zufolge auch Zulieferer und möglicherweise weitere Hersteller in den Genuss von Hilfen kommen. Bereits Anfang der Woche hatte sich die US-Regierung zur Stützung des GM-Autofinanzierers GMAC bereit erklärt.

Die Opel-Mutter GM selbst hatte die ersten vier Milliarden aus einem 13,4 Mrd. Dollar (9,66 Mrd. Euro) umfassenden staatlichen Kredit-Paket zur Rettung des Konzerns erhalten. Chrysler, das insgesamt vier Milliarden Dollar erhalten soll, wartete der "Detroit Free Press" zufolge noch auf seine Rettungsleine. Demnach wurde noch an den nötigen Unterlagen gearbeitet.

"Wir arbeiten mit beschleunigtem Tempo daran, die Transaktion ... abzuschließen, und wir bleiben dem Ziel verpflichtet, den Abschluss zu einem Zeitpunkt zu haben, die den kurzfristigen Finanzbedürfnissen (Chryslers) entspricht", zitierte die Zeitung Ministeriumssprecherin Brookly McLaughlin.

Vage Richtlinien
Die Richtlinien zur möglichen Kreditvergabe an andere Branchenteile sind den Medienberichten zufolge vage gehalten. Demnach hält sich das Ministerium alle Entscheidungen offen und warnt, dass in Frage kommende Unternehmen nachweisen müssten, inwieweit ihr möglicher Zusammenbruch generell der US-Wirtschaft und insbesondere dem Arbeitsmarkt schaden könnte.
(apa/red)