General Motors wappnet sich für alle Fälle: Bereitet sich nun für mögliche Insolvenz vor

Auf einen Konkurs würde kurz darauf weiterer folgen Auch für Autohersteller Opel keine guten Aussichten

General Motors wappnet sich für alle Fälle: Bereitet sich nun für mögliche Insolvenz vor © Bild: APA/EPA/Kowalsky

Der angeschlagenen US-Autobauer General Motors (GM) hat nach eigenen Angaben Anwälte und Finanzberater engagiert, um eine mögliche Insolvenz vorzubereiten. Ein Konkurs sei jedoch keine praktikable Lösung für den Konzern. Dennoch ziehe GM alle Optionen in Betracht und habe deshalb Experten für alle Eventualitäten engagiert.

GM-Chef Rick Wagoner hatte sich bisher immer für eine Umstrukturierung des Unternehmens ausgesprochen. Der größte US-Autobauer hatte den Staat bereits um Finanzhilfen in Milliardenhöhe gebeten. Er war nach eigenen Angaben aufgrund der Finanzkrise und eines Nachfragerückgangs in Bedrängnis geraten.

Konkurs für GM und Chrysler?
Indes rechnet Experte Ferdinand Dudenhöffer mit Pleiten von GM und Chrysler noch in diesem Jahr. "Es ist schrecklich. Kommt das Paket nicht, gehen Chrysler und GM noch 2008 in Konkurs", sagte Dudenhöffer. Im Konkurs würden sich die Auto-Riesen aber nicht erholen. Deshalb müsse man "ein halbes Jahr später mit Anschlusskonkursen in Europa rechnen".

Schlechte Aussichten für Opel
Für Opel sieht Dudenhöffer keinen Weg aus der Zwangsgemeinschaft mit GM: "Die einzige Hoffnung wäre, dass jemand Opel kauft. Und so jemanden finden Sie nicht". Interessenten werde es erst geben, wenn es darum gehe, sich die besten Teile aus der Opel-Konkursmasse zu sichern. "Deshalb gilt: Wenn GM nicht gerettet wird, sieht es sehr schlecht aus für Opel". (apa/red)