Gene, Bettler, Kinderschänder: FPÖ-Frontfrau Susanne Winter kennt keine Scham

Blonde verwendet bewusst das Schimpfwort "Neger"

Gene, Bettler, Kinderschänder: FPÖ-Frontfrau Susanne Winter kennt keine Scham © Bild: APA/Wiesner

Bis zum Neujahrstreffen der FPÖ am Sonntag war sie einer breiten Öffentlichkeit auch in Graz unbekannt: Das hat Susanne Winter mit ihren Aussagen zum Islam schlagartig geändert. Die promovierte Juristin, die in der Zahnarztpraxis ihres Ehemannes arbeitet, gilt als Erfindung des steirischen Parteichefs Abg. Gerhard Kurzmann. Sie ist im Grazer Wahlkampf und in der Zeit davor sachpolitisch nicht sehr aufgefallen - die Aufmerksamkeit "erarbeitete" sie sich durch immer provokantere Äußerungen zu Islam, Ausländern und mit der Wiedergabe kruder genetischer Theorien.

Die FPÖ-Frontfrau hatte bereits 2007 nach ihrer Kür zur Stadtparteiobfrau und Spitzenkandidatin die Themen hervorgehoben, mit denen man punkten wolle, wie etwa "zu Islamisierung, zur organisierten Bettelei und zum Asylmissbrauch". Als Wahlziel hatte die bis dahin Unbekannte angekündigt, "zehn Prozent plus x" erreichen zu wollen, was den Wiedereinzug der in Graz traditionell stark verankerten Freiheitlichen bedeuten würde.

Einigermaßen Aufsehen erregte die Spitzenkandidatin vor dem Neujahrstreffen mit diversen "Sagern". Winter publizierte in der vom DÖW als extremistische eingestuften Zeitschrift "Phoenix", den Film "Der schwarze Löwe" über schwarze Asylwerber, die bei einem Dorffußballklub reüssieren, bezeichnete sie als "übelste Überfremdungspropaganda". Winter forderte u.a. die "Internierung" von Asylwerbern in leeren Kasernen und ein Fahrverbot für Schleierträgerinnen. Bewusst verwendete sie immer wieder das Wort "Neger".

Blonde verwendet bewusst das Schimpfwort "Neger"
Erstmals in größerem Kreise für Aufregung sorgte sie in der im "Falter" veröffentlichten Diskussion mit dem ersten Vorsitzenden des Grazer Ausländerbeirates, als dieser ihr vorwarf, einen Keil zwischen weiße und andersfärbige Österreicher zu treiben, weshalb es passiere, dass er aus einem Lokal geworfen und als "Neger" beschimpft werde. Darauf Winter: "Ich geben Ihnen eine provokante Antwort: Da ist etwas in Ihren Genen, das Sie noch nicht verarbeiten konnten. Sie können nichts dafür, weil erst jahrtausendelange Tradition bewirkt, dass man die eigene Tradition verarbeiten kann. (...) Sie wissen, dass Tradition, dass alles, was sich mit einer gewissen Menschenschicht in der Geschichte abgespielt hat, als Transformation in den Genen weitergegeben wird. Sie haben dadurch automatisch zu wenig Selbstbewusstsein und zu viel Hoheitsdenken der anderen Hautfarbe gegenüber in sich, deshalb sehen Sie das so. Es hat niemand etwas gegen eine andere Hautfarbe." Auf den Rassismus-Vorwurf antwortete Winter mit dem Verweis auf Medizin-Nobelpreisträger James Watson. Dieser hatte für Empörung gesorgt, als er sagte, er sei für die Zukunft Afrikas pessimistisch, weil die Politik von der falschen Annahme ausgehe, dass die Afrikaner "genauso intelligent" wären "wie wir".

Winter wurde am 23. Juli 1957 in Graz geboren, ihr 20 Jahre alter Sohn Michael ist steirischer RFJ-Chef und betätigt sich als Aussender der politischen Ansichten der Mutter. Von 1976 bis 1979 studierte Winter Medizin in Graz, 1980 stieg sie auf Jus um. Beruflich tätig war sie von 1986 bis 1988 als Rechtsberaterin für Unternehmen, bevor sie in Karenz ging. Seit 1990 arbeitet sie in der Zahnarzt-Praxis ihres Ehemannes, der FPÖ trat sie 1997 bei, im Jahr darauf wurde sie Bezirksobfrau der FPÖ Graz-Straßgang.
(APA/red)