"Gemeinschaft verschließt Augen": Hilfs- NGOs warnen vor humanitärer Krise in Gaza

Zu wenig Lebensmittel in Hamas-dominierter Region

Hilfsorganisationen haben vor einer humanitären Krise im Gazastreifen gewarnt. Die internationale Gemeinschaft verschließe die Augen vor ihren humanitären Verpflichtungen und lasse zu, dass sich das Leiden der Palästinenser dort verschlimmere, erklärte Oxfam-International-Direktor Jeremy Hobbs. Auch das UN-Welternährungsprogramm WFP kritisierte, über die noch geöffneten Grenzübergänge gelange zu wenig an lebensnotwendiger Nahrung in den Gazastreifen.

Israel hält den wichtigsten Übergang für Gütertransporte in den Gazastreifen aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Nahrungsmittelhilfen sickern daher sehr langsam über drei kleinere Übergänge in die Küstenregion, in der die radikal-islamische Hamas unlängst die Macht übernommen hat. Die USA und Israel beharren auf einem Boykott der Hamas im Gazastreifen, die sich gegenüber der gemäßigteren Fatah im Westjordanland zunehmend isoliert sieht. Die von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas von der Fatah eingesetzte Notstandsregierung wird dagegen international unterstützt.

(APA/red)