Gemeinsame Friedensmission: Riad und Teheran wollen Gewalt im Irak bekämpfen

Besuch von Ahmadinejad bei König Abdullah Streit zwischen Sunniten udn Schiiten als Bedrohung

Gemeinsame Friedensmission: Riad und Teheran wollen Gewalt im Irak bekämpfen

Saudi-Arabien und der Iran wollen der Ausbreitung von sektiererischer Gewalt im Nahen und Mittleren Osten gemeinsam entgegen wirken. Insbesondere die tödlichen Gefechte zwischen Schiiten und Sunniten im Irak müssten beigelegt werden, betonten der iranische Präsident Ahmadinejad und der saudische König Abdullah nach Gesprächen in Riad.

Ahmadinejad wurde bei seinem ersten offiziellen Besuch in Saudi- Arabien von König Abdullah persönlich am Flughafen empfangen. Die Spannungen zwischen sunnitischen und schiitischen Moslems dominierten Nachrichtenagenturen zufolge ihre Gespräche. Viele arabische Regierungen kritisieren die iranische Unterstützung für die Schiiten im Irak und im Libanon.

"Die beiden wiesen darauf hin, dass die größte Bedrohung für die Moslems die Versuche sind, den Streit zwischen Sunniten und Schiiten zu schüren", sagte der saudische Außenminister Prinz Saud Al-Faisal. Ähnlich äußerte sich das Büro von Ahmadinejad. Der Iran und Saudi- Arabien seien zwei mächtige islamische Staaten, die folglich eine Reihe gemeinsamer Verpflichtungen in der islamischen Welt und im Nahen Osten hätten.

Die nunmehr bekundete Kooperationsbereitschaft des schiitischen Iran und des sunnitischen Saudi-Arabien ist von großer Bedeutung für die Irak-Konferenz am 10. März in Bagdad. An den internationalen Beratungen über die Zukunft des Irak sollen auch der Iran und Syrien teilnehmen, was eine Abkehr von der bisherigen US-Politik bedeutet, diese beiden Länder nicht in Gespräche einzubeziehen. Saudi-Arabien ist ein enger Verbündeter der Vereinigten Staaten.

(apa/red)