Urnengang von

Geringe Verschiebungen bei
Gemeinderatswahl in Niederösterreich

ÖVP bleibt über 50 Prozent - SPÖ verliert, Grüne und FPÖ gewinnen leicht

Wahl in Niederösterreich. © Bild: APA/Hans Punz

Die ÖVP ist bei den Wahlen in 570 der 573 niederösterreichischen Gemeinden am Sonntag trotz minimaler Verluste deutlich über 50 Prozent geblieben und hat sich einmal mehr als "Bürgermeisterpartei" behauptet. Die SPÖ büßte 2,79 Prozentpunkte ein und verlor außerdem nach 70 Jahren die Mandatsmehrheit in Wiener Neustadt. Bernhard Müller, zehn Jahre lang an der Stadtspitze, trat umgehend zurück.

Die Wahlbeteiligung in Niederösterreichs Kommunen ging von 71,6 Prozent vor fünf Jahren auf 65,82 Prozent zurück. FPÖ (1,85 Prozentpunkte) und Grüne (1,05 Prozentpunkte) freuten sich am Sonntag jeweils über Zugewinne. Das Minus von 0,11 Prozentpunkten für die ÖVP war bei einem Gesamtresultat von 50,96 Prozent zu verschmerzen. So sah es auch Landeshauptmann Landesparteichef Erwin Pröll: Ergebnisse um die 50 Prozent seien heutzutage "keine Selbstverständlichkeit".

SPÖ-Landesparteichef Matthias Stadler sprach von "teilweise sehr erfreulichen" Resultaten. In Ballungsräumen hätten diesmal die vielen Listen "alle angeknabbert". Zum Ergebnis in Wiener Neustadt merkte Stadler an, es gebe "nichts daran zu rütteln", dass die SPÖ stärkste Kraft bleibe. Sich nach Koalitionen umzusehen, gehöre zu einer Demokratie.

Grüne und FPÖ zufrieden

"Durchwegs schöne Ergebnisse" sah FPÖ-Landesobmann Walter Rosenkranz für seine Partei, die künftig 200 Gemeinderäte mehr als bisher stellt. Niederösterreich sei "ein ganz schönes Stück grüner geworden", reagierte Madeleine Petrovic, Landessprecherin der Grünen, darauf, dass es seit Sonntag fast 100 weitere Mandatare ihrer Partei in Gemeindestuben gibt.

Einen beachtlichen Erfolg für die NEOS beim ersten Antreten ortete Landessprecher Niki Scherak: "Wir haben es geschafft und pinke Wurzeln geschlagen." Am Abend standen 36 Mandate zu Buche. In Wiener Neustadt, der größten Stadt, in der gewählt wurde, verpasste die Partei den Einzug in den Gemeinderat.

Spitzenkandidaten der NÖ-Wahl.
© APA/Hans Punz Petrovic, Pröll, Stadler und Rosenkranz.

In 26 Kommunen gab es Mehrheitswechsel. 13 waren es von der SPÖ zur ÖVP, fünf von der Volkspartei zu den Sozialdemokraten. Achte weitere Male waren Listen involviert.

Insgesamt kam die ÖVP laut dem vorläufigen Ergebnis in 570 Gemeinden auf 50,96 Prozent und 6.746 Mandate (plus 51). Die SPÖ hält nun bei 30,94 Prozent. Damit gingen 263 Mandate - aktuell nun 3.464 - verloren. Die Freiheitlichen schlossen den Wahltag mit 7,8 Prozent ab. Mit 201 neuen Mandataren stellen sie jetzt 678 Gemeinderäte. Die Grünen bilanzierten mit 4,47 Prozent. 307 Gemeinderäte sind 97 mehr als bisher. Die NEOS erzielten 0,89 Prozent und die erwähnten 36 Mandate. 4,94 Prozent oder 494 Sitze (minus 0,89 Prozentpunkte oder 66 Mandate) entfielen auf sonstige Listen.

Ergebnisse der GR-Wahl in NÖ.
© APA/Rainer Waxmann

Kommentare

NÖ wählt die Korruption und Ahnungslosigkeit. Unglaublich.

Die schwarze Übermacht in NÖ erinnert an den Kommunismus. Leute wacht auf !!

11223344 melden

jaja, der verdummte österreicher verdient es nicht anders. permanent wird über regierungen und parteien geschimpft aber sobald die wahlen sind wird alles vergessen (budgetloch, hypo, u-ausschuss usw.) und die wahllemminge laufen wieder zur urne und wählen diese maden im speck immer wieder. jaja, alles wie es war und auch immer sein wird. armes österarm ................

christian95 melden

100% richtig!
Da haben uns die Griechen einiges voraus! Die haben sich massive Veränderungen gewünscht und auch gewählt.
Die Griechen hat in 3 Tagen eine neue Regierung, bei uns oft nicht einmal in 3 Monaten.

Steuerquote:
Griechenland 27%
Österreich 47,2%
usw.

Nudlsupp melden

Mag Sein mirwuarscht, daß Sie sich für verdummt halten. Ich sehe mich nicht als verdummt an, und spreche auch Ihnen die geistigen Fähigkeiten ab, dies fest zu stellen.

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