Geldwäsche hat bei uns Hochkonjunktur: 2006 über 28 Millionen Euro beschlagnahmt

Steigerung durch erhöheres Problembewusstsein

Geldwäsche hat bei uns Hochkonjunktur: 2006 über 28 Millionen Euro beschlagnahmt

Immer mehr Arbeit für die Ermittler für Geldwäschefälle in Österreich: Laut einem Bericht des Bundeskriminalamtes (BK) ist die Anzahl der 2006 an die Polizei erstatteten Verdachtsmeldungen um etwas mehr als 85 Prozent im Vergleich zu 2004 gestiegen. 2004 waren es noch 373 Meldungen, 2005 bereits 467 und im vergangenen Jahr 692. Die Polizei beschlagnahmte 2006 über 28 Millionen Euro.

Von 2005 auf 2006 gab es auch eine Steigerung der Aktenzugänge. Im vergangenen Jahr wurde die Höchstzahl von 2.602 erreicht. Das bedeutete im Vergleich zu 2005 ein Plus von mehr als 25 Prozent.

Das BK glaubt, dass die von der Behörde durchgeführten Sensibilisierungs- und Schulungsveranstaltungen sowie das gesteigerte Problembewusststein der meldepflichtigen Berufsgruppen - wie Banken, Versicherungen, Rechtsanwälte, Notare oder Buchhalter - für die Steigerungen ausschlaggebend waren. Diese Hinweise und polizeiliche Ermittlungen führten zu 121 Strafanzeigen an die Staatsanwaltschaften. Von den Justizbehörden ergingen zusätzlich 24 Gerichtsaufträge und 37 Kontoöffnungsbeschlüsse, die zu 60 Kontoauswertungen, zwölf Einvernahmen, drei Hausdurchsuchungen, zehn Aufenthaltsermittlungen und drei Festnahmen führten. (apa/red)