Geldtipp der Woche von

Aus Schwarz wird nun Weiß

Geldtipp der Woche von Stephan Scoppetta

Geldtipp der Woche - Aus Schwarz wird nun Weiß © Bild: NEWS

Für Steuerflüchtlinge wird es in Europa immer enger. Mit dem Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Österreich fällt nun eine der wichtigsten Bastionen für lichtscheues Kapital. Stattliche 44 Milliarden Euro parken Österreicher in der Schweiz, und dieses Geld soll nun ab 1. Jänner 2013 ebenfalls einen Beitrag zur Sanierung des heimischen Staatshaushaltes leisten. Funktionieren wird das über eine pauschale und einmalige Steuer zwischen 15 und 38 Prozent. Dabei fällt der höchste Pauschalsatz von 38 Prozent bei einem Vermögen von über acht Millionen Euro an. Ist diese Pauschale abgeführt, fällt jährlich – so wie in Österreich – nur noch eine 25-prozentige Abgabe auf die Zinserträge an. Das Zuckerl für die Steuersünder ist, wer diese Abgabe abführt, wird amnestiert und entgeht so einem Finanzstrafverfahren mit möglicher Gefängnisstrafe.

Dabei können Betroffene anonym oder auch unter Offenlegung der Identität ihre Steuer abführen. Bei einer anonymen Abgeltung berechnet die Schweizer Bank ihrem Kunden eine Pauschale auf das bestehende Vermögen und leitet diese an den heimischen Fiskus weiter. Die Überweisung wirkt für Schwarzgeld strafbefreiend, und der Kunde erhält eine auf seinen Namen ausgestellte Bestätigung. Wer der Meinung ist, die pauschale Besteuerung sei zu hoch oder es handle sich nicht um Schwarzgeld, kann sich auch freiwillig melden. Dies kommt einer strafbefreienden Selbstanzeige gleich. Übrigens: Privatstiftungen, Personen- und Kapitalgesellschaften sind von dem Abkommen nicht betroffen.