Geldstrafe wegen Ohrfeige an Lehrerin:
50-jähriger Salzburger in Schule ausgerastet

Angeklagter wurde wegen Körperverletzung verurteilt Salzburg: Passierte in Pause vor Konferenzzimmer

Geldstrafe wegen Ohrfeige an Lehrerin:
50-jähriger Salzburger in Schule ausgerastet © Bild: BBild: APA/Gindl

Zu einer unbedingten Geldstrafe in der Höhe von 490 Euro ist in Salzburg ein Vater verurteilt worden, der der Deutschlehrerin seiner 16-jährigen Tochter eine Ohrfeige verpasst haben soll. Der Vorfall ereignete sich im November 2010 vor dem Konferenzzimmer der Handelsakademie und Handelsschule 1 in der Stadt Salzburg. Das Urteil erging wegen vorsätzlicher Körperverletzung.

Der Angeklagte nahm das Urteil an. Er meinte, er habe keine Kraft mehr, weiterzukämpfen. Da er ohne Verteidiger zum Prozess kam, kann er in den nächsten drei Tagen aber noch Rechtsmittel anmelden.

Hintergrund der mutmaßlichen "Racheaktion" des Vaters war eine verbale Auseinandersetzung zwischen dem 16-jährigen Mädchen und der Lehrerin während des Unterrichts. Das Mädchen soll an der Tafel gekichert haben. Auf die Frage der Deutschlehrerin, ob sie etwas getrunken hätte, soll die Schülerin geantwortet haben: "Wenn ich betrunken sein soll, bist es du auch."

Vater wollte Lehrerin zur Rede stellen
Per Handy erzählte die 16-Jährige dann ihren Eltern über die Zurechtweisung durch die Lehrerin. Der verärgerte Vater stellte die Frau in einer Pause zur Rede. Laut dem Strafantrag versetzte er ihr mit der flachen Hand einen Schlag ins Gesicht. Die "Ohrfeige" war offenbar so heftig, dass die Brille der Lehrerin zu Boden fiel. Sie begab sich ins Spital und wurde einige Tage krankgeschrieben.

Vor der Polizei hatte der Angeklagte noch ausgesagt, er habe die Lehrerin beim Gestikulieren unbewusst getroffen. Nun brachte der 50-Jährige eine neue Version vor: "Ich bin unschuldig. Ich habe ihr keine Watschen gegeben, das weiß ich zu hundert Prozent." Er habe um Erklärung des Vorfalles in der Klasse gebeten und dabei ihre Hand genommen. Als die Lehrerin ihre Hände nach oben nahm, gerieten seine Hände ebenfalls nach oben, und dabei flog die Brille zu Boden, schilderte der Angeklagte vor Gericht.

(apa/red)

Kommentare

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Gelöscht? Na gut, dann eben noch mal meine Meinung:
Bei solchen Eltern muss man sich wirklich nicht über das Verhalten mancher Jugendlicher wundern!

Da daran nichts Anstößiges zu finden ist, kann ich das gerne noch öfter posten.

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Re: Gelöscht? Hätte den Vater zu höherer Strafe verurteilt und die Tochter gleich dazu.

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