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Teure Planspiele bei der Telekom

Markus R. Leeb über über Telekommunikation hinter den Kulissen

Geld - Teure Planspiele bei der Telekom
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Die Drehtüren kommen kaum zum Stillstand bei der Telekom Austria – besser gesagt, bei den Eigentümern der Telekom Austria. Dies ist in erster Linie die Staatsholding ÖIAG, die den Konzern mit ihrem Anteil von 28,4 Prozent der Aktien dominiert. Zum Zweiten ist dies der neue Großaktionär Ronny Pecik, der über 20 Prozent hält.

Die neuen Eigentumsverhältnisse sorgen für Nervosität. Das gilt weniger für die Aktie, die seit dem Einstieg von Pecik eine stabile bis steigende Tendenz zeigt. Vielmehr gilt es für die Machtpositionen beim und um den hei mischen Branchenleader. Als Beispiel, was sich derzeit hinter den Kulissen abspielt, nehme ich die Position des Finanzvorstandes. Diese Funktion bekleidet seit 2007 Hans Tschuden, der letzten Herbst nicht zur Freude aller Aktionäre eine stabil hohe Dividende zugesagt hat. Tschudens Vorstandsmandat läuft heuer aus. Eine Ausschreibung wäre angezeigt.

Aus dem Aufsichtsrat berichtet man mir, Tschuden sei bereits ein weiterer Fünf- Jahres-Vertrag zugesagt. Gleichzeitig wird mir aus der ÖIAG bestätigt, dass dort Gespräche mit potenziellen Nachfolgern geführt werden. Als Kompromiss könnte, so eine Variante, Tschuden einen Drei-Jahres- Vertrag erhalten. Wird er vorzeitig abgelöst, zahlen die Aktionäre die Zeche der Machtspiele. Aber die sind das ja gewohnt.