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Steuertipps:
8 To-Do’s zum Jahresende

Mit diesen Tipps holen Arbeitnehmer für 2017 das meiste raus.

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8 To-Do’s zum Jahresende © Bild: Shutterstock

Kirchenbeitrag? Spenden? Arbeitnehmerveranlagung? Zu Jahresende können Arbeitnehmer noch einiges tun, um die Steuerbelastung zu begrenzen.

In großen Schritten nähert sich das Jahr 2017 dem Ende zu. Finanziell können Arbeitnehmer in den letzten Wochen des Jahres noch einiges tun, um die Steuerbelastung zu begrenzen. „Der Jahreswechsel markiert eine sehr dichte Phase im Finanzjahr. Sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite muss jetzt vieles beachtet werden. Doch der Aufwand lohnt sich“, so Christoph Hofer, Senior Manager in der Steuerberatung bei Deloitte Österreich.

1. Spenden als Sonderausgabe

Die Weihnachtszeit ist dafür da seinen Mitmenschen etwas Gutes zu tun und Bedürftigen zu helfen. Spenden ist hier immer eine gute Möglichkeit dort zu helfen wo es nötig ist. Zudem lassen sich Spenden an begünstigte Organisationen in der Höhe von maximal 10 % der Jahreseinkünfte steuerlich absetzen. „Seit 2017 sind Spendenempfänger verpflichtet, eingegangene Spenden beim Finanzamt zu melden. Daher empfiehlt es sich zu überprüfen, ob die jeweilige Spendenorganisation über korrekte personenbezogene Daten verfügt“, rät Christoph Hofer, Senior Manager in der Steuerberatung bei Deloitte Österreich.

2. Kinderbetreuung

Pro Kind und Kalenderjahr können Kosten von bis zu 2.300 Euro abgesetzt werden. „Wichtig ist aber, dass diese Leistungen von qualifizierten Pädagogen oder institutionellen Einrichtungen erbracht werden“, erklärt Christoph Hofer. Privatschulen, Nachhilfestunden oder die Kinderbetreuung durch Angehörige vom gleichen Haushalt sind davon nicht erfasst.

3. Auswärtige Berufsausbildung

Findet die Berufsausbildung des Kindes außerhalb des Wohnortes statt, dann kann dies mit einem pauschalen Betrag in Höhe von 110 Euro monatlich steuerlich berücksichtigt werden. „Innerhalb des Einzugsbereiches des Wohnortes darf zudem keine Möglichkeit auf eine vergleichbare Ausbildung bestehen“, betont Hofer.

4. Personenversicherung und Wohnraumschaffung

Ausgaben für vor 2016 abgeschlossene Personenversicherungen wie etwa private Kranken- und Unfallversicherungen sind im Jahr 2017 steuerlich abzugsfähig. Auch Ausgaben zur Wohnraumschaffung und -sanierung sind laut Hofer steuerlich verwertbar, wenn der Vertrag bereits vor 2016 geschlossen oder mit der Sanierung vor dem 1. Jänner 2016 begonnen wurde.

5. Krankheitskosten

„Krankheits- und Pflegekosten können teilweise als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abgesetzt werden – Voraussetzung ist, dass sie den Selbstbehalt übersteigen. Dieser beträgt zwischen 6 und 12 Prozent, abhängig von der Höhe des Einkommens“, so der Steuerexperte. Wenn 2017 bereits höhere Beträge für Krankheitskosten ausgegeben wurden, ist zu überlegen eine bevorstehende Behandlung noch im gleichen Jahr durchführen zu lassen, um somit eventuell die Gesamtkosten steuerlich verwerten zu können. Für bestimmte Krankheiten wie Zuckerkrankheit, Tuberkulose, Gallen-, Leber- oder Nierenleiden kann außerdem aufgrund der notwendigen Diätverpflegung ein monatlicher Pauschalbetrag geltend gemacht werden.

6. Arbeitnehmerveranlagung von 2012

Spätestens jetzt ist es an der Zeit noch schnell die freiwillige Arbeitnehmerveranlagung - Steuer- oder Jahresausgleich für Angestellte - von 2012 zu machen. Die Arbeitnehmerveranlagung kann innerhalb von fünf Jahren nach Ablauf des Steuerjahres beim Finanzamt eingereicht werden.

7. Kirchenbeitrag

Der Kirchenbeitrag ist weiterhin mit bis zu 400 Euro steuerlich absetzbar. „Ab Anfang 2017 werden Kirchenbeitragszahlungen direkt an das Finanzamt gemeldet und automatisch in die Arbeitnehmerveranlagung übernommen“, ergänzt Hofer.

8. Werbungskosten

Fortbildungs-, Ausbildungs- und Umschulungskosten sollten jetzt ebenfalls angesetzt werden. „Studien- und Kursgebühren, aber auch Fachliteratur sowie Reisekosten können hier geltend gemacht werden“, so Christoph Hofer.

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