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So wenig Geld bleibt
uns am Monatsende

Schulden © Bild: iStockphoto

Eine aktuelle Erhebung beförderte ein Besorgnis erregendes Ergebnis zutage: Nur jedes zehnte Konto ist am Monatsende im Plus. Durchschnittlich überziehen Herr und Frau Österreicher ihr Konto um knapp 1.700 Euro. Und das kostet!

Wie "durchblicker.at" berichtet, haben immer weniger Leute ausreichend Spielraum auf dem Konto, um am Ende des Monats Geld auf die Seite zu legen. Auf ein heimisches Girokonto fließen im Durchschnitt gerade einmal 1.523 Euro pro Monat. Nur knapp zehn Prozent gehen davon aus, dass sie am Monatsende noch Geld auf dem Konto haben. Das ergab die Auswertung von rund 90.000 Vergleichsdaten der vergangenen zwölf Monate.

Nur 10 Prozent rechnen mit Guthaben

Die meisten Nutzer des Vergleichsportals gehen bei der Suche nach einem passenden Girokonto davon aus, dass ihr Konto zu Monatsende bei plus/minus null zu liegen kommt. Nur 9,9 Prozent rechnen mit einem Guthaben. Gleichzeitig gehen aber auch die Wenigsten davon aus, dass sie ihr Konto überziehen. "Da wäre bei der richtigen Konto-Wahl mehr Realismus angebracht. Denn laut Daten der Nationalbank haben aktuell 20,6 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher unbesicherte Kredite am Laufen – und das sind größtenteils überzogene Konten", sagt Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker.at.

So viel kostet das Überziehen

Gerade bei den Überziehungskosten gibt es laut Vergleichsportal zwischen den Banken große Unterschiede. "Wer sein Konto regelmäßig überzieht, geht im Durchschnitt davon aus, dass es am Ende des Monats mit rund 1.690 Euro im Minus liegt. Je nach Bank schwanken die Kosten für ein solches Konto inklusive Überziehungszinsen pro Jahr zwischen 88 und 339 Euro. Denn während die Haben-Zinsen derzeit nur im Promille-Bereich schwanken, unterscheiden sich die Angebote bei den Soll-Zinsen mit 6,625 bis 13,25 Prozent stark", erklärt Baudisch.

Welches Konto ist das beste?

Der aktuellen Erhebung zufolge gehen jene Nutzer, die am Monatsende mit einem positiven Saldo rechnen, im Durchschnitt von einem monatlichen Kontotiefststand von 1.879 Euro aus. Aufgrund der Zinsflaute bekämen sie laut "durchblicker.at" dafür aber 0 Prozent Zinsen. "Wo die Banken noch Zinsen zahlen, fressen die Kontogebühren diese wieder auf. Tatsächlich sind Direktbanken, die derzeit zwar praktisch keine Haben-Zinsen zahlen, dafür aber auch keine Kontogebühren verrechnen, im Augenblick die beste Wahl. Denn andernorts zahlt man je nach Bank für die Kontoführung bis zu 200 Euro im Jahr", so Baudisch.