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AUA am Weg zur Billigfluglinie

Markus R. Leeb über die Strategie der Lufthansa-Manager

Geld - AUA am Weg zur Billigfluglinie © Bild: NEWS

Es war nur eine knappe Pressemitteilung am Montag: „Austrian Airlines und Germanwings rücken noch näher zusammen.“ Die Billig-Airline Germanwings ist wie die AUA eine Lufthansa-Tochter. Beide Airlines starten nun Codeshare-Flüge nach Deutschland. Dies bedeutet, dass ein Flug zwei Flugnummern hat, eine Nummer für jede Airline. Welche Airline tatsächlich fliegt, bemerkt ein Passagier wie ich erst beim Betreten des Flugzeuges.

Allein dieser Umstand stört mich als eingefleischten AUA-Fan. Auch wenn man verspricht: „An Bord der deutschen Fluglinie erwartet die Austrian-Kunden der gewohnte Austrian-Service mit kostenlosem Freigepäck, Erfrischungen und Snacks.“ Auf ewig ist das freilich nicht festgeschrieben.

Die Lufthansa-Manager zeigen damit, wohin die Reise geht. Vermutlich wird die AUA ihre Deutschland-Flüge auf diese Weise still und leise reduzieren. In Stuttgart hat die Lufthansa ihre Europa-Flüge bereits der Billig-Tochter Germanwings überlassen. Das ist ein Pilotversuch, der auf andere Flughäfen übertragen werden soll.

Der AUA stellt man damit eine Rute ins Fenster: Sie muss billiger werden; am besten so billig wie Germanwings. Zu welchen Szenarien es im Piloten-Konflikt noch kommt, ist ohnehin offen. Vorsorglich hat die Lufthansa jedenfalls schon einen Namen geschützt: „Austrianwings“.