"Gekränkte Ehre": In Oberwarter Wirtshaus flogen die Fäuste und die Messer sehr tief

Albaner sticht Serben nieder - Schwer verletzt

Gekränkte Familienehre war offenbar das Motiv für eine Auseinandersetzung in Oberwart. Ein 33-jähriger gebürtiger Serbe hat dabei schwere Verletzungen erlitten. Der Mann hielt sich in einem Gasthaus auf, als zwei Kosovo-Albaner, Vater und Sohn, das Lokal betraten. Es kam zum Streit, bald flogen auch die Fäuste. Schließlich zückte der 52-jährige Vater ein Messer und stach den 33-Jährigen laut Sicherheitsdirektion Burgenland in den Brustkorb.

Die Auseinandersetzung begann gegen 12.30 Uhr. Der 52-Jährige hatte laut den Ermittlern den Wagen seines Kontrahenten vor dem Gasthaus bemerkt und ging in das Lokal. Kurz darauf folgte ihm sein Sohn. Bald gingen die Emotionen hoch. Im Streit zog der 52-Jährige sein "Jagdmesser", das er stets bei sich trage, und stach auf den 33-Jährigen ein.

Der Serbe erlitt dabei eine Öffnung des Brustkorbes und Schnittverletzungen im Gesicht. Er blieb am Boden liegend zurück, während die beiden Kosovo-Albaner die Flucht ergriffen. Ein Notarztwagen brachte ihn ins Oberwarter Spital. Sein Zustand sei stabil, hieß es heute, Samstag, von der Exekutive unter Berufung auf die Ärzte.

Ein Gast aus Bad Tatzmannsdorf, der die Streitenden trennen wollte, erlitt eine Schnittwunde am linken Unterarm. Vater und Sohn wurden bei einer Alarmfahndung aufgegriffen. Der 52-jährige Albaner gab an, der Serbe habe seine Frau fälschlich der Lüge bezichtigt. Bereits vor einigen Tagen habe es eine verbale Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern gegeben.

Der 52-Jährige wurde festgenommen und in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht. Sein Sohn (24) wird auf freiem Fuß angezeigt.
(APA/red)