Geithner soll die USA aus der Krise führen:
Obamas Pläne für das Finanzministerium

Offizielle Bestätigung für die wichtige Neubesetzung Neuer Präsident will rasch den Übergang vollziehen

Geithner soll die USA aus der Krise führen:
Obamas Pläne für das Finanzministerium © Bild: Reuters/Nicky Loh

Der New Yorker Notenbank-Chef Timothy Geithner wird Finanzminister unter dem künftigen US-Präsidenten Barack Obama. Das bestätigte Obamas Chefberater David Axelrod. Geithner hat in seiner derzeitigen Funktion bereits eng mit dem noch amtierenden Finanzminister Henry Paulson und dem Chef der Notenbank Federal Reserve, Ben Bernanke, im Kampf gegen die Finanzkrise zusammengearbeitet.

Während der Regierung von Präsident Bill Clinton hatte Geithner eine führende Position im Finanzministerium inne und war mit Verhandlungen zur Lösung der damaligen Finanzkrise mit Südkorea und Brasilien betraut.

Rascher Übergang
Angesichts wirtschaftlichen Situation drückt Obama bei der Besetzung der wichtigsten Kabinettsposten generell aufs Tempo. Hillary Clinton solle bis am Donnerstag als künftige Außenministerin vorgestellt werden, Justizminister soll Eric Holder werden.

Clinton ließ über einen Sprecher am Wochenende mitteilen, die Gespräche mit Obama über ihre Nominierung als Außenministerin seien auf dem richtigen Weg. Ein endgültige Vereinbarung sei aber noch nicht erreicht worden. Die Ernennung wäre ein weiterer Meilenstein in der politischen Laufbahn der früheren First Lady, die nach einem erbittert geführten Vorwahlkampf der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur Obama unterlegen war. Clinton müsste vor Antritt des Ministeramts ihren New Yorker Senatssitz aufgeben, den sie seit acht Jahren innehat.

Skepsis gegenüber Clinton
Bei einigen Demokraten stieß die Nachricht über Clintons bevorstehende Berufung auf Skepsis. Sie erklärten, möglicherweise sei Clinton zu eigenständig und ehrgeizig für diesen wichtigen Posten. Ein ranghoher Berater Obamas erklärte jedoch, der designierte Präsident sei von Anfang an von Clinton als Kandidatin für das Amt begeistert gewesen. Er sei überzeugt, dass eine Außenministerin Clinton den USA international Glaubwürdigkeit verschaffen werde.
(apa/red)