Geiselnehmer der Südkoreaner getötet:
Talibankommandant starb bei Luftangriff

Hatte Mitte Juli Gruppe von 23 Südkoreanern entführt Aber Taliban dementieren Tod des Kommandanten

Drei Wochen nach der Freilassung der südkoreanischen Geiseln in Afghanistan ist nach afghanischen Polizeiangaben der Drahtzieher der Entführung getötet worden. Der Polizeichef der südostafghanischen Provinz Ghazni, Alishah Ahmadzai, sagte, der Taliban-Kommandant Abdullah Jan (Abu Mansoor) sei bei einem Luftangriff der US-geführten Koalitionstruppen mit elf weiteren Aufständischen ums Leben gekommen. Nach Angaben der radikal-islamischen Taliban starben fünf Rebellen bei dem Angriff, Jan sei aber nicht unter den Toten, hieß es von dieser Seite.

Die US-geführten Koalitionstruppen teilten mit, bei einer Operation in Ghazni seien mehrere mutmaßliche Aufständische getötet und vier gefangen genommen worden. Von einem Luftangriff oder von Kommandant Abu Mansoor war in der Mitteilung der Koalition allerdings keine Rede.

Die Taliban hatten Mitte Juli 23 Südkoreaner entführt. Zwei Männer aus der Gruppe wurden erschossen. Die letzten Geiseln kamen Ende August frei.

Die NATO-geführte Internationale Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) teilte mit, in Südafghanistan sei ein ISAF-Soldat bei einer Explosion getötet worden. Angaben zur Nationalität machte die ISAF wie üblich nicht. In Südafghanistan sind vor allem britische, kanadische und niederländische ISAF-Soldaten stationiert.
(apa/red)