Geiselnahme im Jemen von

Geld oder Leben

Tötung des Österreichers innerhalb von 7 Tagen, falls Lösegeld nicht bezahlt wird

Österreichische Geisel im Jemen © Bild: Youtube/Screenshot

Geld oder Leben: Dominik N. spricht ruhig, erst auf Englisch, dann auf Deutsch - während ein Gewehr auf ihn gerichtet ist. Tränen rinnen seine Wangen hinunter. Vor allem, als er zu seiner Familie spricht. In dem Video appelliert der im Jemen entführte Österreicher, dessen Identität laut Jouni Molsa vom finnischen Außenministerium von den österreichischen Behörden bestätigt wurde, unter anderem an die Regierungen Jemens, Österreichs und an die EU, die Lösegeldforderungen der Entführer zu erfüllen.

Andernfalls würden ihn die Kidnapper sieben Tage nach der Publikation des Videos töten. Das Video wurde offenbar am 21. Februar (vergangenen Donnerstag) online gestellt. Über das Schicksal des gemeinsam mit dem Österreicher entführten finnischen Paares gibt es indes keine Hinweise. Das finnische Außenministerium hält es für möglich, dass ein ähnliches Video mit den finnischen Geiseln auftauchen könnte.

Die österreichische Geisel Dominik N. appellierte an die Regierungen Österreichs, des Jemen und der "anderen betroffenen Staaten", Lösegeldforderungen des jemenitische Stamms, der ihn am 21. Dezember entführt habe, zu erfüllen. "Andernfalls werden sie mich sieben Tage nach Veröffentlichung dieses Videos töten". In einer Botschaft an seine Familie sagte er: "Bis jetzt bin ich in guter Gesundheit".

Video des entführten Österreichers authentisch

Das Video des am 21. Dezember im Jemen entführten Österreichers Dominik N. sei authentisch, sagte der Leiter der Presseabteilung des Außenministeriums in Wien, Martin Weiss. Es handle sich um den "ersten Beweis", dass N. "am Leben und gesund ist". Der Krisenstab des Außenministeriums tage und das Video werde genau untersucht.

Die österreichische Regierung stimme sich eng mit den Regierungen Finnlands und des Jemen ab. Weitere Informationen wolle man zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht geben, sagte Weiss. N., der in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa einen Arabisch-Sprachkurs besuchte, war dort mit einem finnischen Sprachstudenten sowie dessen Frau entführt worden.

Wortlaut der Video-Botschaft

"Mein Name ist Dominik N. Ich bin ein österreichischer Staatsbürger. Ich wurde am 21. Dezember 2012 von einem jemenitischen Stamm als Geisel genommen. Sie wollen Lösegeld. Ich appelliere an die jemenitische Regierung, die österreichische Bundesregierung, die Europäische Union und alle anderen Staaten, ihre Forderungen zu erfüllen. Andernfalls werden sie mich sieben Tage nach Veröffentlichung dieses Videos töten." Dann wandte sich N. in persönlichen Worten an seine Familie und versicherte ihr: "Bis jetzt bin ich in guter Gesundheit."

Hier geht's zum Video auf Youtube.

Kommentare

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Es braucht schon eine ordentliche Portion Dummheit dazu überhaubt in muslimische Länder zu reisen. Es gibt genügend andere schönere Länder mit freundlicheren Bevölkerungen die eher auf Devisen angewiesen sind als die rassistischen und frauenfeindlichen muslimischen Länder.

freud0815 melden

immer schön zhaus bleiben zomberl

...nicht der erste Fall und ein Blick in die Chronik der letzten Jahre sollte eigentlich belegen das es mehr oder weniger in den letzten zehn Jahren immer wieder zu Entführungen von österreichischen Staatsbürgern gekommen ist. Sorry aber das Ganze hat System und wer das nicht sieht sollte bitte endlich einmal die Augen öffnen und verstehen womit terroristische Netzwerke sich heute finanzieren.

Sanuku melden

Sehr geehrte Familie Weiss. Es tut mir leid um Ihren verstorbenen Sohn der trotz vieler Warnungen der Meinung war das es sinnvoll war einen "Sprachkurs" in Jemen zubesuchen anstatt wie jeder andere vernünftig, denkende Student heutzutage dies in Dubai oder einem anderen Stadtstaat durchführt.

Ich hoffe das der Tod Ihres Sohnes eine Warnung an alle andere Abenteurer da draußen ist.

wintersun melden

Verstehe ich hier etwas falsch oder ist in dem Artikel (23.02.2013) davon die Rede dass der Mann noch am Leben ist?

wolfgang m. melden

Für wie wichtig muß man sich halten, um den Drang zu verspüren, in so einer Situation so einen blöden Kommentar zu posten ???

wolfgang m. melden

Es war natürlich der Kommentar von Sanuku gemeint.
Und übrigens: Fam. Weiss ??? - geht es nicht um Dominik N. ??

Sanuku melden

Namen und Inhalt wurden im ursprünglichen Artikel anders dargestellt als es jetzt der Fall ist. Ebenso wurden einige Kommentare entfernt wie das es hier bereits Warnungen gegeben hat das Jemen "kein sicheres Land ist" aus welchem bereits ebenso schon Botschaften abgezogen worden sind da die Sicherheit der dortigen Mitarbeiter nicht gegeben war.

Unabhängig davon ist die derzeitige Entführung...

freud0815 melden

@sanuku-
klar hätten die nach dubai oder sonstwo hinkönnen-aber es gibt gsd noch junge leute die gefahren trotzen und hingehen wo sie es für richtig empfinden ohne sich durch angst demotivieren zu lassen. entführt und getötet wird an mittlerweile auch in der wiener innenstadt

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