Geiselnahme unblutig zu Ende gegangen: Entführer lassen 29 Schulkinbder wieder frei

Geiselnehmer wollten die Lage für Kids verbessern Großmutter: "Ducat hat das für die Kinder getan"

Geiselnahme unblutig zu Ende gegangen: Entführer lassen 29 Schulkinbder wieder frei

Die Geiselnahme in der philippinischen Hauptstadt Manila ist beendet. Die von zwei Geiselnehmern in einem Bus festgehaltenen 29 Schulkinder und Lehrer haben den Bus nach zehn Stunden verlassen. Das haben Live-Fernsehbilder gezeigt.

Die Geiselnehmer wurden entwaffnet und abgeführt. Aus Protest gegen schlechte Bildungschancen, Armut und Korruption hatte ein Kindergartenbesitzer sowie ein Komplize in der Hauptstadt Manila seine eigenen Schützlinge sowie vier Lehrer in dem Bus entführt. Armando "Jun" Ducat hatte bis zum Abend warten wollen, damit die Bürger mit Kerzen ihre Unterstützung für sein Anliegen bekunden. Dieses Ziel hat er erreicht, umstehende Bürger hielten Kerzen in der Hand.

Ducat verlangte von der Regierung, dass 145 der von ihm betreuten Kinder eine Hochschulausbildung bekommen. Zudem solle die Regierung ihren Eltern bessere Unterkünfte zur Verfügung stellen. "Ich verstehe, dass er das für die Kinder getan hat", sagte Helen Pacheco, deren Enkel der Geiselnehmer nach drei Stunden wegen Fiebers freigelassen hatte. "Ich habe Angst um die Kinder, aber ich denke, dass Jun dies tut, damit die Behörden ihm zuhören", sagte die Großmutter.

Die Polizei hatte den Bus vor dem Rathaus von Manila umstellt. Ein Senatsabgeordneter, der Ducat kennt, war zu Verhandlungen in den Bus gelassen worden. Auch Radiojournalisten konnten mit Ducat und den Geiseln sprechen, wodurch seine Aktion die gewünschte Öffentlichkeit bekam. "Die Regierung und Politiker müssen die Lage der Armen spüren, so dass sie nicht nur Versprechungen machen, Versprechungen, die ich gehört habe, die aber nie erfüllt wurden", klagte Ducat.

(apa)