Geiseldrama von Beslan: Vor einem Jahr stürmten Rebellen nordossetische Schule

Forderten den Abzug der Truppen aus Tschetschenien Über 1.000 Geiseln, 331 Menschen starben in Beslan

Am 1. September 2004 stürmten Rebellen eine Schule in Beslan und nahmen mehr als 1.000 Menschen als Geiseln.

Der Angriff: Die Rebellen drangen am 1. September 2004 in die Schule ein und forderten einen Abzug der russischen Truppen aus Tschetschenien. Sie nahmen 1.128 Kinder, Angehörige und Lehrer als Geiseln und hielten sie bei großer Hitze ohne Nahrungsmittel und mit nur wenig Wasser drei Tage fest.

Die Rettung: Die Geiselnahme endete, als es in der Schule zu Explosionen kam, die nach Aussage der russischen Polizei von den Geiselnehmern ausgelöst wurden. Die Spezialkräfte stürmten das Gebäude. Mehr als 330 Menschen wurden getötet, unter ihnen 186 Kinder. Der einzige Überlebende der 32 Rebellen wurde jetzt verurteilt.

Die Folgen: Der russische Präsident Wladimir Putin festigte nach der Geiselnahme seine Macht und entschied, dass die regionalen Gouverneure künftig vom Kreml ernannt werden. Kritiker erklären jedoch, Russland sei für Terroristen weiterhin leicht angreifbar. In Beslan glauben viele, dass die Hintergründe der Geiselnahme von korrupten Beamten verschleiert wurden. (apa)